Das iPhone 17 wird nach dem Start des iPhone 18 nicht billiger – es ist teurer geworden. Apple hat am 10. September die Listenpreise von iPhone 16, 17, 17e und Air angehoben, beim 17e um über 20 Prozent. Das iPhone 18 startet ebenfalls 150 Euro über seinem Vorgänger. Grund sind explodierende Speicherpreise. Die übliche Regel – nach der Keynote wird das Vorjahresmodell günstiger – gilt 2026 zum ersten Mal nicht. Sparen könnt ihr derzeit nur im Fachhandel, der die Erhöhung noch nicht überall mitgegangen ist.
Grundlage sind Apples Listenpreise im deutschen Apple Store. Apple ändert diese in der Regel nur zu Produktwechseln, weshalb die Linie bis September 2026 waagerecht verläuft. Die graue Linie zeigt, wie sich der Preis nach dem Muster der Vorjahre entwickelt hätte – dort wurden Vorgängermodelle zur Keynote regelmäßig um 100 bis 150 Euro günstiger. Händlerpreise können von den Listenpreisen abweichen.
Was dieses Jahr anders ist
Seit es das iPhone gibt, funktionierte der Ablauf immer gleich: Im September kommt das neue Modell, die Vorgänger bleiben im Sortiment und werden billiger. Wer warten konnte, sparte hundert bis zweihundert Euro. Spätestens zur Lagerräumung im Januar wurde es noch einmal günstiger.
Am 10. September 2026 hat Apple das Gegenteil getan. Statt die Preise der Vorgängermodelle zu senken, hat der Konzern sie angehoben – bei vier Modellen gleichzeitig, beim iPhone 17e um mehr als ein Fünftel.
Auch das neue Modell ist teurer geworden: Das iPhone 18 Pro startet bei 1.449 Euro und damit 150 Euro über seinem Vorgänger. Das hatte Apple immerhin offen kommuniziert. Die Erhöhung bei den älteren Geräten dagegen kam ohne Ankündigung.
Wird das iPhone 17 jetzt günstiger?
Nein – im Gegenteil. Genau das Modell, bei dem nach jeder Keynote der Preis fällt, ist dieses Mal teurer geworden.
Das iPhone 17 mit 256 GB kostete im Apple Store bislang 949 Euro und liegt jetzt bei 1.099 Euro. Die 512-GB-Variante stieg von 1.199 auf 1.349 Euro. Auch das iPhone 17e wurde von 699 auf 849 Euro angehoben, was einem Aufschlag von 21,5 Prozent entspricht.
Wer also darauf gewartet hat, dass das iPhone 17 nach dem Start des iPhone 18 in den Bereich um 800 Euro rutscht, muss umdenken. Diese Preissenkung wird es bei Apple nicht geben, solange die Speicherkosten auf dem aktuellen Niveau liegen.
Der einzige Lichtblick: Im Fachhandel gelten die neuen Listenpreise noch nicht überall. Dort bekommt ihr einzelne Modelle derzeit unterhalb dessen, was Apple selbst verlangt. Auf den Vergleichsplattformen zeigt die Kurve allerdings bereits nach oben.
Wann wird das iPhone 18 günstiger?
Nach dem üblichen Muster würde das iPhone 18 erstmals zum Black Friday spürbar rabattiert, danach im Januar zur Lagerräumung, und den Tiefpunkt im Sommer vor der nächsten Keynote erreichen. Rechnerisch also Ersparnisse zwischen zehn und zwanzig Prozent im ersten Jahr.
Dieses Muster steht 2026 unter Vorbehalt. Das iPhone 18 Pro startet mit 1.449 Euro bereits 150 Euro über seinem Vorgänger, und die Ursache dafür – die Speicherknappheit – verschwindet nicht binnen weniger Monate. Solange sie anhält, sind Rabatte Sache des Handels, nicht von Apple.
Realistisch heißt das: Auf sinkende Listenpreise zu warten, lohnt sich nicht. Auf Handelsaktionen zu warten, schon – vor allem auf den Black Friday am 27. November.
Warum Apple die Preise erhöht
Die Ursache liegt nicht bei Apple, sondern im Speichermarkt. Arbeitsspeicher und Flash-Speicher sind binnen eines Jahres dramatisch teurer geworden, weil der Ausbau von KI-Rechenzentren die Produktion praktisch aufkauft.
Ein paar Zahlen zur Größenordnung:
- Der Marktforscher TrendForce spricht für das erste Quartal 2026 von rund 90 Prozent Aufschlag beim Smartphone-Speicher – dem stärksten Anstieg seiner Erhebungsgeschichte.
- Im dritten Quartal 2026 kostet der Speicher für ein iPhone demnach fast das Fünffache des Vorjahres.
- TechInsights hat es pro Gerät durchgerechnet: Arbeits- und Massenspeicher im iPhone 17 Pro kosteten Apple vor einem Jahr rund 50 Dollar. Dieselben Bauteile im iPhone 18 Pro rund 200 Dollar. Der Speicheranteil an den Bauteilkosten stieg damit von etwa 10 auf 34 Prozent.
Apple hatte bereits im Juni 2026 die Preise für Macs, iPads und weiteres Zubehör angehoben und die Speicherkrise als Grund genannt. Damals blieben iPhone, Apple Watch und AirPods noch ausgenommen. Seit September gilt das nicht mehr.
Das betrifft nicht nur Apple. Die Speicherkrise zieht sich durch die gesamte Technikbranche. Auch bei Arbeitsspeicher für PCs, SSDs und Notebooks sind die Preise spürbar gestiegen. Wer eine Aufrüstung plant, sollte das einkalkulieren – mehr dazu in unserer Übersicht, wie viel Arbeitsspeicher ihr wirklich braucht.
Das übliche Muster – und was davon bleibt
Damit ihr einordnen könnt, was normalerweise passiert, hier der Jahresverlauf, wie er bis 2025 galt:
| Zeitraum | Was üblicherweise passiert |
|---|---|
| September | Keynote, neues Modell. Vorgänger werden im Listenpreis gesenkt. |
| November | Black Friday – die besten Handelspreise des Jahres, vor allem für Vorjahresmodelle. |
| Dezember | Weihnachtsgeschäft, Preise ziehen wieder leicht an. |
| Januar bis März | Lagerräumung, historisch die günstigste Phase für Vorjahresmodelle. |
| Juni bis August | Tiefpunkt kurz vor der nächsten Keynote, dazu Prime-Day-Aktionen. |
Was davon dieses Jahr noch gilt: die Handelspreise. Apple setzt Listenpreise, aber MediaMarkt, Amazon und die Mobilfunkanbieter kalkulieren eigenständig. Sie sind den Erhöhungen bislang nur teilweise gefolgt.
Was nicht mehr gilt: die Erwartung, dass der Listenpreis über die Zeit sinkt. Solange die Speicherpreise auf diesem Niveau liegen, ist das unwahrscheinlich.
Wo ihr jetzt noch sparen könnt
Unser Rat für 2026: Wer ein iPhone braucht, sollte nicht auf bessere Zeiten warten. Prüft die Handelspreise gegen Apples neue Listenpreise, nutzt Black Friday und rechnet die Inzahlungnahme gegen. Wer dagegen mit dem Gedanken spielt, das Ökosystem zu wechseln, hat gerade einen ungewöhnlich guten Anlass – die Einstiegshürde ist um rund 150 Euro gestiegen.
Und das faltbare iPhone?
Mit dem iPhone Duo hat Apple parallel sein erstes Foldable vorgestellt, ab 2.299 Euro. Bei Geräten der ersten Generation ist der Preisverfall erfahrungsgemäß deutlich größer als bei etablierten Modellen – das iPhone Air verlor innerhalb eines halben Jahres rund 27 Prozent. Ob sich das beim Duo wiederholt, hängt davon ab, wie gut es sich verkauft.
Wir haben das Gerät ausführlich eingeordnet – unter anderem im Vergleich mit Microsofts gescheitertem Versuch: Surface Duo trifft iPhone Duo.
Häufige Fragen zur iPhone-Preisentwicklung
Wann ist die beste Zeit, sich ein iPhone zu kaufen?
Normalerweise zwischen Januar und März, wenn die Vorjahresmodelle abverkauft werden, sowie am Black Friday Ende November. 2026 gilt das nur eingeschränkt: Apple hat die Listenpreise im September angehoben statt gesenkt, sodass die üblichen Senkungen ausbleiben dürften. Der Handel ist bislang nur teilweise mitgegangen – dort liegt aktuell das beste Preisniveau.
Wann ist das neue iPhone am günstigsten?
Das jeweils aktuelle Spitzenmodell wird während seines ersten Jahres kaum billiger. Wer sparen will, greift üblicherweise zum Vorjahresmodell. Diese Rechnung geht 2026 nicht auf, weil Apple genau diese Modelle verteuert hat.
Wann werden die Apple Produkte günstiger?
Derzeit gar nicht. Apple hat im Juni 2026 die Preise für Macs, iPads und Zubehör angehoben und im September bei den iPhones nachgezogen. Ursache sind die gestiegenen Speicherkosten. Solange sich der Speichermarkt nicht entspannt, sind Senkungen unwahrscheinlich.
In welchem Monat sind Handys am günstigsten?
Über alle Hersteller hinweg sind November mit dem Black Friday sowie Januar und Februar mit den Lagerräumungen die günstigsten Monate. Bei Apple kam historisch der Zeitraum kurz vor der September-Keynote dazu.
Wird das iPhone 17 günstiger, jetzt wo das 18 da ist?
Bei Apple nicht – der Listenpreis ist im Gegenteil um 150 Euro auf 1.099 Euro gestiegen. Im Fachhandel liegen die Preise teilweise noch darunter, weil dort die Erhöhung nicht überall übernommen wurde.
Warum sind die iPhone-Preise 2026 gestiegen?
Wegen der Speicherkrise. Arbeits- und Flash-Speicher haben sich binnen eines Jahres vervielfacht, weil KI-Rechenzentren die Produktionskapazitäten aufkaufen. Der Speicheranteil an den Bauteilkosten eines iPhones stieg dadurch von rund 10 auf etwa 34 Prozent.
Lohnt sich ein refurbished iPhone?
Dieses Jahr mehr als sonst. Wenn die Neupreise steigen, verschiebt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis zugunsten geprüfter Gebrauchtgeräte. Achtet auf Garantie, Akkuzustand und einen seriösen Anbieter.
Update-Log
18. September 2026 — Vollständig überarbeitet: Apples Preiserhöhung vom 10. September eingearbeitet, Artikel von der iPhone-17-Prognose zum dauerhaften Überblick über die Preisentwicklung umgebaut
15. September 2025 — Artikel erstellt






