Samsung hat mit dem Galaxy A57 und dem Galaxy A37 seine Mittelklasse für 2026 neu aufgestellt. Beide Smartphones sind seit dem 10. April im Handel – und beide sind etwas teurer als ihre Vorgänger. Die spannende Frage: Lohnt es sich, jetzt zuzuschlagen, oder spart man mit ein paar Monaten Geduld richtig Geld? Spoiler: Die Preisprognosen sprechen sehr deutlich fürs Warten.
Kurzer Vergleich: Was können das A57 und A37?
Auf den ersten Blick teilen sich die beiden Modelle überraschend viel. Beide haben ein 6,7-Zoll-AMOLED-Display mit 120 Hz, einen 5.000-mAh-Akku mit 45-Watt-Schnelladen, IP68-Schutz gegen Wasser und Staub sowie eine 50-MP-Hauptkamera mit OIS. Dazu gibt’s sechs Jahre Android-Updates und Sicherheitspatches – ein starkes Versprechen für die Mittelklasse. Samsung liefert beide Geräte mit Android 16 und One UI 8.5 aus.
Die Unterschiede liegen im Detail. Das Galaxy A57 setzt auf den neuen Exynos 1680 mit schnellerer GPU, einen Aluminiumrahmen und ein Super AMOLED+ Display. Es ist mit 6,9 mm außerdem ungewöhnlich dünn und wiegt nur 179 Gramm. Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 12 MP auf, und es gibt Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 6.0. Zusätzliche KI-Features wie „Bestes Gesicht“ für Gruppenfotos sind dem teureren Modell vorbehalten.
Das Galaxy A37 nimmt es dagegen etwas gemütlicher: Hier arbeitet der Exynos 1480 (den Samsung bereits 2024 im A55 verbaut hat), der Rahmen besteht aus Kunststoff, die Ultraweitwinkelkamera liefert 8 statt 12 MP, und bei der Konnektivität bleibt es bei Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3. Dafür ist das A37 zum Start 100 Euro günstiger. Im Alltag dürften die meisten Nutzer die Unterschiede ehrlich gesagt kaum bemerken – es sei denn, man fotografiert viel mit der Ultraweitwinkellinse oder braucht die letzte Reserveleistung beim Gaming.
Die Startpreise: 50 Euro Aufschlag gegenüber den Vorgängern
Samsung ruft für das A57 eine UVP von 529 Euro (128 GB) bzw. 589 Euro (256 GB) auf, das A37 startet bei 429 Euro (128 GB) bzw. 519 Euro (256 GB). Zum Vergleich: Das Galaxy A56 startete 2025 noch bei 479 Euro. Beide Modelle sind also 50 Euro teurer geworden als ihre jeweiligen Vorgänger. Der spannendste Punktpunkt bei Samsungs A-Serie ist aber vielleicht nicht die UVP beim Launch – sondern das, was danach passiert.
Die Preisprognose: Wer wartet, spart bis zu 40 Prozent
Hier wird es wirklich interessant. Das Preisvergleichsportal idealo hat auf Basis der Preisentwicklung der Vorgängermodelle A56, A55, A36 und A35 eine detaillierte Prognose erstellt – und die Galaxy-A-Serie gehört traditionell zu den Smartphones mit dem schnellsten Preisverfall am Markt.
Galaxy A57: Schnelle Preiskorrektur unter 400 Euro
Für das Galaxy A57 fällt die Prognose besonders deutlich aus:
- Nach etwa 2 Monaten könnte der Preis bereits unter 400 Euro rutschen (ca. –25 %)
- Nach 5 Monaten sind laut Prognose 320–350 Euro realistisch (bis zu –38 %)
- Danach flacht der Preisverfall deutlich ab und stabilisiert sich um ~320 Euro
Heißt konkret: Wer direkt zum Release kauft, zahlt einen massiven Early-Adopter-Aufpreis. Der Sweet Spot liegt ziemlich klar zwischen dem dritten und fünften Monat nach Marktstart.
Galaxy A37: Schon bald unter 300 Euro
Beim günstigeren Samsung Galaxy A37 sieht es ähnlich aus. Auch hier sind innerhalb weniger Monate deutliche Preisabschläge zu erwarten. Bereits nach acht bis zehn Wochen dürfte sich der Preis der 300-Euro-Marke nähern. Nach drei Monaten könnte die Ersparnis schon bei 38 Prozent liegen, und nach fünf Monaten wird ein Tiefstpreis von rund 260 Euro erwartet – satte 40 Prozent unter der UVP. Da die Einstiegspreise geringer sind, fällt der absolute Rabatt etwas kleiner aus – prozentual geht es aber sogar noch etwas schneller runter als beim A57.
Lohnt sich der Kauf zum Start überhaupt?
Kurz gesagt: Nur bedingt. Wer dringend ein neues Alltagshandy braucht, kann natürlich zuschlagen und mit etwas Glück schon von attraktiven Aktionen zum Verkaufsstart profitieren. Bei einem Mittelklasse-Smartphone wie dem Galaxy A57 oder A37 geht es aber ohnehin nicht darum, als einer der Ersten mit brandneuer Technik rumzulaufen.
Für preisbewusste Käufer ist die Rechnung einfach: Wer im August statt im April kauft, bekommt das A57 für einen ähnlichen Preis wie heute das A56 – aber mit neuerem Chip, hellerem Display und IP68 statt IP67. Das A37 könnte im Sommer sogar unter den aktuellen Straßenpreis des Vorgängers A36 fallen. Für die meisten Leute gilt deshalb: Warten lohnt sich.





