EditorialMicrosoftSurface

[Kommentar] Warum ein günstiges Surface im Bildungssektor wichtig sein könnte


Laut aktuellen Gerüchten arbeitet Microsoft an einem günstigen Surface-Tablet. Das Gerät soll preislich bei um die 400 Euro angesiedelt sein. Warum so ein günstiges Surface für Microsoft durchaus Sinn machen würde, möchte ich euch im Folgenden erläutern.

Die Nutzer von Morgen

Der Sinn der Surface-Reihe war es nie, groß in den Massenmarkt einzusteigen oder den eigenen OEMs Konkurrenz zu machen. Daher darf man nun durchaus nach dem Sinn eines solchen Gerätes fragen. Ich glaube, dass sich dieses Gerät primär an den Bildungsbereich richtet. Wie ihr vermutlich wisst, tobt vor allem in den USA ein erbitterter Kampf um die Präsenz im Klassenzimmer. Aktuell wird Microsoft extrem von den günstigen Chromebooks bedrängt, aber auch Apple ist kürzlich mit einem günstigen iPad in diesen Bereich vorgestoßen. Microsoft wollte durch Zusammenarbeit mit seinen OEMs günstige Budget-Geräte auf den Markt bringen um diesen Angriff abzuwehren. Sucht man aktuell jedoch nach günstigen 2-in-1 Geräten, macht sich relativ schnell Ernüchterung breit (es gibt günstige Convertibles, aber nicht Detachables wie das Surface Pro) . Die Auswahl ist relativ begrenzt. Gerade der Einstieg von Apple hat aus meiner Sicht die Situation weiter verschärft.

Auch Schüler wollen Markengeräte

Apple hat mit seinem 350 Euro iPad in meine Augen einen guten Riecher bewiesen. Natürlich geht es an Schulen in erster Linie um den Preis eines Gerätes, dennoch herrscht auch hier der Druck der Gesellschaft ein wertiges und gutes Gerät zu besitzen. Schaut man sich die gebotenen Windows-Geräte an, so sieht man diesen oftmals den Budget-Charakter an. Mag sein, dass diese Geräte auch günstiger als das iPad sind, jedoch in einem Rahmen, wo viele Eltern vermutlich doch zum „besseren“ Produkt für ihre Kinder greifen. Apple hat es über Jahre geschafft eine erfolgreiche Marke zu etablieren. Diese nun Schülern zugänglich zu machen, ist ein schlauer Schachzug, wie ich finde. Darüber hinaus zeigt Apple, dass auch bei 350 Euro eine gute Qualität sichergestellt sein kann. Windows hat aktuell in diesem Bereich wenig entgegenzusetzen was Markengeräte betrifft. Hier kommt nun das neue Surface ins Spiel.

Surface als Marke sehr beliebt

Laut einer Umfrage in den USA, ist die Marke Surface für viele der einzige Konkurrent zu Apple. Microsoft hat es geschafft, die Surface-Marke zu etablieren und vom typischen Windows-Image als Büro- oder billigem Budgetgerät zu trennen. Dies bietet die Chance Apple und Google im Kampf um die Nutzer von Morgen wirksam entgegenzutreten. Auf diese Weise führt man die junge Generation an die Marke Surface heran und gewinnt so vielleicht treue Nutzer, welche später auf die Premiumgeräte umsteigen. Darüber hinaus freuen sich bestimmt auch einige andere über ein günstigeres Surface 🙂

 

Was denkt ihr über dieses Thema? Sind meine Gedanken völlig am Thema vorbei? Diskutiert gerne in den Kommentaren.


Die Meinung des Autors spiegelt nicht zwingend die Meinung von WindowsUnited wieder.

Vorheriger Artikel

OnePlus stellt OnePlus 6 offiziell in London vor

Nächster Artikel

Windows 10 Build 17672 im Fast ring verfügbar

Der Autor

Jo

Jo

23 Jahre alt und Student. Fühlt sich im Windows-Ökosystem Zuhause. Aktuell mit einem Nokia 6 und einem Surface Book unterwegs. Davor viele Jahre Nutzer eines Windows Phones.

Hinterlasse einen Kommentar

37 Kommentare auf "[Kommentar] Warum ein günstiges Surface im Bildungssektor wichtig sein könnte"

avatar
  Diskussion abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
backpflaune
Mitglied

Aber warum nicht ARM? Oder ist das preislich einfach nicht möglich?
Die Chromebooks im US Bildungsmarkt haben im übrigen keine großen Markennamen obwohl sie von so ziemlich jedem OEM der Branche kommen.
ChromeOS ist die Konkurrenz nicht iOS.

Leonard Klint
Admin

Die Mindshare ist nicht zu unterschätzen. Chromebooks mögen vom Marktanteil her eine grössere Konkurrenz darstellten, von der mindshare konkurriert surface aber mit apple

stevenskies
Mitglied

Weil der Play Store dem Microsoft Store um Längen voraus ist. Microsoft umgeht diesen Umstand, in dem sie die komplette x86-Welt verfügbar machen, ohne dabei auf technische Fallstricke achten zu müssen, die die x86-Emulation auf ARM noch mit sich bringt…

Androvoid
Mitglied

Stichwort: Performance-Probleme auf ARM.

backpflaune
Mitglied

Und um welche Software handelt es sich da im US-Bildungsmarkt?

stevenskies
Mitglied

Ich halte das für einen enorm wichtigen Schritt von Microsoft. Gewöhne die Arbeitnehmer von Morgen an Dein Ökosystem und schaffe Dir einen eigenen Markt. Schade das MS da nicht in allen Bereichen so aktiv ist (denke da z.B. an Cortana).
Und darüber hinaus wird mit so einem günstigen Preis auch für mich endlich ein Surface erschwinglich… 🙂

All Blacks
Mitglied

Ich kann bestätigen, dass wenn es um den Schulsektor und Anschaffungen geht, leider zu oft der Preis wichtig ist. In dem Falle würde das Surface wirklich die Lücke nach unten füllen. Außerdem sind in meinem Schulbereich nach wie vor Windows und Office auch durch Verträge nahezu Alleinherrscher. Daher will man auch wesentlich lieber bei Neuanschaffungen auch für Schüler auf Windows setzen als auf ios.

Matthias
Mitglied

Hmm ich kann Deine Vermutungen im Artikel inhaltlich gar nicht kommentieren. Nur so allgemein, hat man ja von der Surface Reihe schon erstaunlich lange nichts mehr Neues gesehen. Ich hatte schon den leisen Verdacht, man würde das Surface einschlafen lassen und begraben, weil man bei MS wichtigeres zu tun hat, z.B. die Cloud zu jagen…

Androvoid
Mitglied
Zuerst war man da konservativ-gierig und wollte nicht – auch nicht für den (vor allem zukunftsträchtigen) Bildungssektor – von den hohen Preisen heruntersteigen. Dann machten es die anderen, allen voran Google vor und jetzt ist man wieder einmal Nachzügler, obwohl man da (noch dazu mit der bekanntermaßen hohen Qualität des eigenen Angebots) ganz leicht erster sein und jetzt 80 Prozent des Bildungs-Marktes besetzen hätte können… Sogar die besonders auf ihr Hochpreis-Prestige und hohe Gewinnmargen bedachten „Cupertiner“ stiegen da jetzt noch VOR Microsoft in diesen wichtigen Markt ein! …oder besser gesagt: Auch sie wurden dazu de facto von Google genötigt! (…wie… Weiterlesen »
Samokles
Mitglied

Deine messerscharfen Marktanalysen beeindrucken mich immer so sehr, dass ich mich frage, welchen boomenden Milliardenkonzern Du wohl leitest, wo doch alles für Dich so einfach ist…🤔

KKoni
Mitglied

Als Außenstehender sieht man halt manches manchmal klarer als die Betroffenen – insbesondere in der Rückschau. So gesehen muss man keinen Milliardenkonzern leiten, um zu solchen Erkenntnissen zu gelangen.
Androvoid macht sich halt zudem die Mühe, alles in gutem Deutsch auszuformulieren. Da man das heutzutage (insbesondere in so einem Forum wie hier) nicht mehr gewohnt ist, meint man dann, so jemand müsse mindestens Vorstand in einem DAX-Konzern sein…😉

ahoiiiiiiii
Mitglied

Androvoid wünscht sich das Scheitern von Satya Nadella als CEO so sehr, dass er seine eigens dafür angelegte persönliche und jetzt schon prall gefüllte Schublade nie mehr zubekommt.

Samokles
Mitglied

Im Nachhinein ist es vielleicht auch generell einfacher Sachen zu beurteilen, das hilft nur wenig. Und hinter dem guten Deutsch verstecken sich leider oft doch nur die alten leeren Phrasen – nichts vereinfacht ein Problem so sehr, wie mangelnde Sachkenntnis…

Taeniatus
Mitglied

Sprichst du von dir? 😉 Es wäre nicht das erste Mal, daß sich ein CEO / Konzernvorstand geirrt hat. (Die Einstellung von Windows Phone/Mobile ist ein Beispiel dafür das Nadella kein Bezug zu Consumer hat).

Samokles
Mitglied

Natürlich irrt sich jeder Mensch andauernd und natürlich auch CEOs. Manchmal ist aber eine Strategie die uns nicht gefällt deshalb nicht gleich „dumm“.

ahoiiiiiiii
Mitglied

Das sind die üblichen Reaktionen vor der Apokalypse. Ich will deren Kommentare lesen, wenn das Andromeda erst draußen ist.

Shyntaru
Mitglied

Dass etwas wie Andromeda kommt ist uns denke ich allen klar, doch dass es so einschlägt, wie man es sich wünscht gehört mehr dazu. Glück, Timing, Marketing und vieles mehr. Die Innovationskraft hat MS, haben sie auch den Rest?

ahoiiiiiiii
Mitglied
@Shyntaru: Du verwendest heute noch Windows. Ich weiß nicht, wann es erstmals erschienen ist. Es wird Microsoft wohl nicht an dem Rest gefehlt haben. Und es gibt weitere Beispiele: MS DOS, MS Office, Azure. Surface Pro, Surface Studio, etc. pp. Warum zweifelst du es trotzdem hier an? Ganz einfach: Weil dein Herz für Apple schlägt. Die Aufgabe von Windows 10 Mobile und den Lumias hat Microsoft doch souverän vor der Weltöffentlichkeit abgewickelt. Sowas macht doch kein CEO der nicht einen gesunden Welt-Konzern hinter sich und eine durchschlagende Alternative in Petto hat, die er mit einem geeigneten Abstand der Weltöffentlichkeit präsentieren… Weiterlesen »
Shyntaru
Mitglied

Ich verwende heute auch noch MacOS und zweifle ebenfalls daran dass Apple derzeit so etwas großes stämmt. Ich wäre gerne so optimistisch wie du, doch bezweifle ich einfach, dass ein großes langsames Unternehmen im Zeitalter von Startups, derlei Dinge bringt.
Andromeda birgt für MS nicht nur Vorteile, sonderen eben auch eine Menge Nachteile. Stichpunkt Börsenunternehmen …..

ahoiiiiiiii
Mitglied

Wie Nadella mit Nachteilen umgeht wissen wir… und wie er mit der Börse umgeht wissen wir auch. Da das Andromeda kommt, wird es also keine Nachteile haben. Welche Rolle spielen denn Startups dabei? Den Einwand verstehe ich nicht.

Shyntaru
Mitglied

Startups sind schneller in der Umsetzungen, schneller in ihrer Ausführung und oft auch Detailverliebter, da ihnen nicht der Druck entgegengebracht wird wie zb MS.
MS hat und wird auch in Zukunft großes bereithalten, doch siehst du an vielen Beispielen (Surface, Cortana, Office, W10 usw. ) wie langsam sich Dinge bei MS entwickeln.
Der Markt ist schneller den je und ich befürchte aktuell, dass Player wie Google, welche ganz anderes strukturiert sind, hier MS und auch Apple davonziehen könnten. Wohlgemerkt könnten.

Miks
Mitglied

Microsoft ist einfach zu dumm! Punkt. Wer bitte kauft ein Surface für 400€, wenn er ein iPad für 350€ haben kann. Wahrscheinlich fehlt bei dem Preis sogar die Stift Unterstützung 😂. Desktop Programme ziehen doch eh nicht wirklich, das Display wird zudem bestimmt nicht die Größe eines Surface Pro haben.. Es braucht echte und sinnvolle Education Apps. Und der Store ist leer! In OneNote, womit man ja einiges tun kann, gibt es nicht mal ein Geodreieck! Und damit sollen Schüler arbeiten. Ne, keine Chance. Aber Hauptsache Minecraft als Education Version, wofür?

Taeniatus
Mitglied

Die Stift Unterstützung wird es voraussichtlich haben, aber der Stift selbst, wird voraussichtlich nicht zum Lieferumfang gehören.

Miks
Mitglied

Wahnsinn, dass die tatsächlich an einen Erfolg glauben. Aber ich lass mich gerne Lügen strafen.

Jptech42
WU Team

Für diese anwendungsbereiche gibt es zahllose Tools. Als Schüler kann man sich Notizen zum Unterricht in OneNote/Word machen, zeichnen in Gimp, Paint.net etc und Programme woe GeoGebra, DynaGeo, Derive und viele mehr auch nutzen. Gerade in der Oberstufe sehe sinnvoll also. Dank Windows Ink kann man auch vorhandene Sachen (Blätter) fotografieren und bearbeiten. Mit Adobe Acrobat kann man Lerntexte in Form von PDF anschauen und mit Textmarker markieren usw. Ich bevorzuge jeglichen PC vor den iPads, zumindest in punkto workflow. Ein Tablet mit iOS/Android hat diesen Spielcharakter, der aif einem Arbeitsgerät Fehl am Platz ist.

Miks
Mitglied
Was das Fotografieren und Bearbeiten mit Windows Ink angeht, geb ich dir Recht. Bloß braucht man dafür eine gescheit Kamera und die bietet nicht ein einziges Surface. Natürlich können OneNote und Word und Powerpoint gewisse Dinge, aber wo verdammt nochmal bleibt das verfluchte Geodreieck?!? Die bekommen es nicht hin, das man zu implementieren! Ich bin Lehrer und nutze zur Zeit vermehrt mein Surface und dann kommt der Punkt, an dem der ganze Spaß stockt, wenn du in Geo plötzlich ein Geodreieck brauchst. Natürlich kann man es auch ohne lösen, weil das Lineal ja einen Winkelmesser eingebaut hat, aber das bringt… Weiterlesen »
ahoiiiiiiii
Mitglied

Solltest du als Lehrer nicht ein bisschen mehr Kreativität beweisen und das verfluchte Geodreieck für die Nachwelt in die Asservatenkammer legen?

Miks
Mitglied

Solltest du als Nichtswisser nicht lieber mal den Lehrplan lesen? Wer keine Ahnung haz, sollte im Zweifel sowieso lieber den Schnabel halten. Aber das können manche eben nicht.

ahoiiiiiiii
Mitglied

Was kann denn das iPad für 350 €? Apple wird es wohl kaum mit den gleichen Specs ausgestattet haben wie seinen teureren Bruder. Also höre mal auf hier so mit dem Begriff iPad um dich zu schlagen. Der Name allein genügt nicht, um der Windows Community zu imponieren.

Shyntaru
Mitglied

Es ist ein Schüler IPad, dass auf genau jenen Sektor, mit eigener Software und Stifteingabe ausgelegt ist. Und nein, mit einem Pro kann es bei weitem nicht mithalten.

Shyntaru
Mitglied
Ich sehe hier eher das Problem, dass es sich wohl um eine US Only Geschichte handeln könnte. Der deutsche Bildungssektor ist noch immer sehr fortschrittsverdrossen, weswegen ich auch Apples Vormarsch auf dem deutschen Markt nicht wirklich sehe. Mal von den Unis abgesehen, haben viele Schulen noch immer kein Stabiles WLAN Netz und arbeiten im Grunde auf einem 10-15 Jahre alten Stand. Ich sehe hier noch keine Annäherung an neue Bildungswege, auf dessen Basis sich Surface, IPad und co hierzulande durchsetzen könnten. Dennoch würde ich ein günstiges Surface begrüßen, nur eben nicht Kompromissbehaftet und evt durch ein Schülerprogramm subventioniert. Unsere frühen… Weiterlesen »
ahoiiiiiiii
Mitglied

Wie sollte denn ein Vormarsch von Apple aussehen? Bist du von Apple nicht ein bisschen verblendet? Und wo liegt der Fortschritt auf dem amerikanischen Bildungssektor, wenn der von Google beherrscht wird?

Shyntaru
Mitglied

Lese dir den Kommentar nochmal in Ruhe durch, dann wirst du meine negative Sicht auf Apples Bildungsversuche schnell sehen 😉

Eissphinx
Gast

Es kommt nicht auf die Marke oder den Preis an. Ganz normale Windows-Notebooks bekommt man schon für unter 250EUR. Für Schüler wäre das völlig ausreichend.
Und die schon genannten Chromebooks ziehen ihren Erfolg auch nicht aus der Marke oder
dem Preis, sondern aus dem Ökosystem das hinter den Chromebooks steht.d.h. Google-Cloud,
Android-Apps und LINUX-Programme (mit Wine könnte man sogar Windows-Programme
auf einem Chromebook verwenden)
Dem hat weder Apple, noch Microsoft etwas gleichwertiges entgegen zu setzen.

Leonard Klint
Admin

Das ist so nicht ganz richtig. Chromebooks waren anfangs sehr wohl eine Wahl für den schmalen Geldbeutel. Einigermaßen nutzbare und günstige Windows Laptops sind erst in den letzten zwei Jahren verfügbar geworden. Davor waren sie entweder teurer, viel zu klobig oder performancetechnisch müll.

Der Preis, die sehr einfache Einrichtung und Lobbyarbeit haben Bildungseinrichtungen (in den USA) zu den Chromebooks geführt.