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[Video] IFA 2016: Lenovo Yoga Book – Gimmick oder digitale Schreibrevolution?

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Das Lenovo Yoga Book ist sicher eines der überraschendsten Highlights der diesjährigen IFA. Auch ich muss zugeben: Die sogenannte Halo-Tastatur, die aus dem Nichts erscheint, neuartige Schreibfeatures und die kompakten Baumaße haben auch mich in ihren Bann gezogen. Doch nicht immer bedeutet faszinierend auch nützlich. Ein kleiner Eindruck für alle, die mit dem Gedanken spielen das Lenovo Yoga Book zu kaufen.

Lenovo Yoga Book – was ist daran besonders?

Eine berechtigte Frage. Die Spezifikationen lesen sich geradezu bieder:

  • Geräteklasse: Convertible – 360 Grad drehbarer Bildschirm
  • Display: 10.1 Zoll Full HD (1920 x 1080 Pixeln)
  • Betriebssystem: Wahlweise Windows 10 oder Android 6 (kein Dual Boot)
  • Ram: 4GB
  • Interner Speicher: 64 GB
  • Maße: 9.6 mm Bauhöhe, 690 Gramm Gewicht
  • Akkulaufzeit: 15 Stunden mit Android, 13 Stunden mit Windows 10
  • Preis: €499 (Android), €599 (Windows 10) – jeweils €100 Aufpreis mit LTE

Die Besonderheit liegt im kreativen Einsatz des Stylus (€50 Aufpreis) und der neuartigen „Halo“- Tastatur – die Tasten sind touchbasiert (mit Vibrationsfeedback) und werden erst per Knopfdruck auf dem Tastaturfeld sichtbar. Tippen lässt sich darauf erstaunlich gut und präzise, wesentlich besser als auf den Touchtastaturen der ersten Surface Geräte.

Schaltet man das Tastaturfeld aus, verwandelt sich die Fläche in ein großes digitales Notizbuch. Auf dem gesamten Keyboardbereich lässt sich mittels Stylus schreiben. Wer ein noch realistischeres Schreibgefühl braucht, für den hat sich Lenovo etwas ganz besonderes ausgedacht. Legt man einen speziellen Schreibblock auf das Tastaturfeld, kann man sogar wirklich auf Papier schreiben und das Geschriebene erscheint wie von Zauberhand auf dem Bildschirm.

Schaut euch dazu unser kurzes Hands-On an:

Praktisch: Durch einen Aufsatz für die Stiftspitze muss man zudem die Blätter nicht wirklich vollkrizteln, um ein realistisches Schreibgefühl zu erhalten.

Auf Nachfrage hat man uns bestätigt, dass es auch QWERTZ- Tastaturen für den deutschen Markt geben werde. Schön wäre allerdings gewesen, wenn man per Software das Tastaturlayout hätte ändern können. Eventuell wäre das eine Idee für die zweite Auflage des Gerätes.

Auf der Androidversion läuft eine von Lenovo speziell angepasste Marshmallow Variante – hier sind sogar Multi-Fenster möglich, um ein produktiveres Desktoperlebnis zu ermöglichen. Auf der IFA fällt Verteilung der Vorführmodelle ohnehin stark zugunsten der Androiden aus. Auf insgesamt 4 Windows Geräten kamen etwa 15 Androidmodelle. Die höhere Akkulaufzeit und der günstigere Preis gegenüber der Windows Ausführung, könnten viele Kunden locken.

Gimmick oder tatsächlich nützlich?

In so kurzer Zeit ist es tatsächlich schwer zu beurteilen wieviel Mehrwert Lenovos Yoga Book gegenüber Geräten wie Surface bietet. Das Schreiben auf Papier fühlt sich super an, jedoch muss ich dafür wieder ein Extra Accessoires mit mir tragen (Lenovos Block).

Das Tastaturfeld als großes Schreibfeld zu nutzen wirkt für mich aber zunächst genial. Auch wenn Tablets heutzutage eine Handballenerkennung besitzen, empfinde ich es als angenehmer Schreibfläche und Bildschirm voneinander zu trennen.

Die Touchtastatur ist zwar sehr gut, ist einem traditionellen Laptop Keyboard oder dem Surface Type Cover in jedem Fall unterlegen. Man muss sich dieser Schwäche also bewusst sein und genau abwägen, welches Einsatzszenario man mit dem Lenovo Yoga Book abdecken möchte.

Vorstellbar wären in Zukunft sicher auch die Erweiterung des Halo-Keyboards beispielsweise mit einem Fingerabdruck-Scanner.

Das Lenovo Yoga Book könnt ihr gerne unter folgendem Link vorbestellen:

Lenovo Yoga Book vorbestellen

Anfang Oktober sollte das Gerät ausgeliefert werden.

 

Ich hoffe euch mein Eindruck des Lenovo Yoga Book hat euch gefallen und wird euch bei eurer Kaufentscheidung helfen. Wir werden uns natürlich so schnell wie möglich um ein Testgerät bemühen.


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Leonard Klint

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FranzvonAssisi
Mitglied

Die bezahlen doch bestimmt keine 100€ pro win-Lizenz ?

Notorious
Mitglied

Wann passt ihr eure App an, ich muss jedesmal die Leiste abblenden damit ich die videos vorspulen kann

Königsstein
Admin

Achso, wegen der Nav-Leiste meinst du… In der kommenden UWP App ist das Problem gelöst.

Hajopai
Mitglied

Ist die Tastatur unterlegen oder überlegen gegenüber dem type cover? Der text liest sich so als wäre ersteres der fall! Wenn man sich die android variante holt kann man dann w10 drauf installieren? Oder gibt es unterschiede in der bauweise?

KiNG_laRz
Mitglied

Ich denke mal das man nicht so einfach Android/W10 wechseln kann.

STP
Mitglied

Finde das Gerät echt klasse. Mir fällt es schwer mit einem Stylus auf dem Bildschirm eine ähnlich kleine Schrift hinzubekommen, wie auf dem Papier. Werde es mir auf jeden Fall mal ansehen, vorallem da es die Windows Version in schwarz geben wird.

Zwei kleine Ungenauigkeiten sind im Artikel:
1. der Stift soll dabei sein
2. es geht jedes Papier, der Lenovo Block hat halt nur Magnete die diesen in Position halten

Vielleicht noch interessant:
Das Yoga Book soll eine Geräte Familie werden, so sind auch andere Größen geplant. 😉

Der Didaktiker
Mitglied

Der deutsche Sepp wird doch weiterhin auf Papier schreiben. Schaut doch mal in die Schulen, immer noch diese altmodische Art. Immer noch bleischwere Bücher und Hefte, die die Rücken der Kinder kaputtmachen. Da hilft auch die beste Schultasche nicht wirklich.

lachsack
Gast

Meine hefte habe ich (schüler bald 10. Klasse in bayern) alle auf meinem Surface pro 4 mit OneNote. Funktioniert alles super und ist übersichtlicher als ein heft! Ich mache das jetzt schon seit anfang der 8. Klasse (früher noch mit einem anderen Tablet (ohne stift))

Ace
Mitglied

Du meinst also, alles durch Tabletts oder Notebooks zu ersetzen, sei die Lösung? Ich habe da meine Zweifel. Und ich arbeite gerne mit solchen Geräten. Aber wenn ich mir vorstelle, alle Bücher und Hefter auf einem Tablett, dann fällt mir nur eins ein: Absolut unübersichtlich. Mal ganz davon abgesehen, was die Neurologen und Hirnforscher dazu sagen.

Slavik
Mitglied

Das lieht aber auch daran, dass Geräte mit einer brauchbaren Schrifterkennung immer noch ziemlich teuer sind. Nur um meine Blöcke auszumustern werde ich jetzt auch keine 600€ ausgeben, obwohl ich ein sehr großer Fan der Digitalisierung bin. Hinzu kommt, dass ich Bücher immer noch intuitiver finde als PDF Dateien. Ich gewinne daraus die Informationen schneller. Trotz fehlender Strg+f Funktion.

Ace
Mitglied

Was mich noch interessiert, ist, ob geschriebener Text als Bild/Pdf gespeichert wird, oder ob er auch in Maschinenschrift konvertiert wird. Erst dann macht das ganze für mich Sinn.

dEEkAy2k9
Mitglied

mir ist das konzept nicht so ganz klar jetzt hab ich also einen digitalen schreibblock, soll aber trotzdem ein blatt drauf legen und dort dan schreiben. wieso nicht direkt auf dem display schreiben? direkt in die powerpoint, pdf oder sonst ein dokument hinein. dann auch noch 64 gb speicher. den fehler ha ich bei meinem surface pro 3 gemacht. ständig auf der sd card schreiben ist jetzt nicht so toll