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Microsoft zu Antiviren-Firmen: „Tut was wir sagen, sonst gibt es keine Patches mehr“

Mit einer recht brachialen Methode geht Microsoft gegen die Softwarehersteller von Antivirusprogrammen vor. Entweder die Firmen erfüllen die Vorgaben von Microsoft oder es gibt keine zukünftigen Sicherheitspatches mehr. Dieses Vorgehen hat seine Gründe.

Einige Antivirus-Programme inkompatibel zu Meltdown-Fix

Die Meltdown Malware verschafft sich auf Kernelebene Zugriff auf persönliche Daten des Nutzers. Um dies zu unterbinden, hat Microsoft vor einigen Tagen einen Patch für Windows veröffentlicht. Wie sich herausstellt, führt der Patch zu Kompatiblitätsproblemen mit mehreren Antivirusprogrammen, weil diese ebenfalls Zugriff auf den Kernel benötigen.

„Kunden erhalten die Sicherheitsupdates vom Januar 2018 (oder nachfolgende Sicherheitsupdates) nicht und sind nicht vor Sicherheitslücken geschützt, es sei denn, der Hersteller der Antivirussoftware legt den folgenden Registryeintrag fest.“

Microsoft fordert die Hersteller von Antivirussoftware auf, einen bestimmten Regitry-Eintrag an ihrem Programm vorzunehmen, damit die jeweiligen Systeme sauber mit dem Meltdown-Fix umgehen können. Bei den Branchengrößen wie Avast, AVG, BitDefender, Avira, ESET, F-Secure, Kaspersky, Malwarebytes, Sophos, und Symantec, hat man die Änderung bereits durchgeführt.

Dennoch gibt es einige Unternehmen, deren AV-Programme weiterhin inkompatibel mit dem Meltdown Fix sind. Diese erhalten keine Sicherheitsupdates mehr, solange die Kompatibilität nicht sichergestellt ist. Microsoft bietet jedem Unternehmen Unterstützung bei der Durchführung der Registry-Modifikation an. Das Problem: Einige Antiviren-Programme können keine Änderungen an der Registry vornehmen. Die entsprechenden Modifikationen werden also Zeit benötigen, da die Firmen ihre Software anpassen müssen.

Letztendlich kommt Microsofts Entschlossenheit der Sicherheit der Nutzer zugute.


Microsoft via ZDNet

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Leonard Klint

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Shayliar
Mitglied

Top weiter so MS
Wieso können einige keine Veränderungen an der Regestry durchführen? Dann können sie auch keine Einträge durchführen, ergo wären sie von der MS vorgabe befreit… Als App habe ich mit dem System so nichts zu tun.

mcrking
Mitglied

Ja MS beweist mal wieder mehr wie inkompetent sie doch sind in vergleich zu Linux Entwickler. Sorry also ich habe auch nur Probleme mit dem Wintel Patch was viel zu schnell geluncht wurde.

Scaver
Mitglied

So eine dumme Aussage. Es handelt sich ja nicht um einen Bug in Windows den MS zu verantworten hat. Der Fix ist OK, ändert halt wichtigeres und Software von anderen muss sich anpassen!

Surprice
Mitglied

Es gibt Leute die haben keine Ahnung … und davon, ’ne ganze Menge

KKoni
Mitglied

Kein Wunder, zu schnell „lunchen“ ist ja auch ungesund 🤣😂😅… man sollte sich beim Essen genug Zeit lassen…🍗 🥘🧀
Sorry für den blöden Kalauer, aber den musste ich jetzt einfach mal raushauen…😁

Sit
Mitglied

Kann sein das ich mich irre. Aber hat Apple nicht schon seit Jahren Knebel Verträge mit diversen Software Lieferanten?

MisterHerby
Mitglied

Hoch lebe der Defender😅
das war die richtige Entscheidung auf ihn zu setzten 😉

Scaver
Mitglied

Hoch lebe Kaspersky. Ist sicherer als der Defender und macht auch keine Probleme!

Shyntaru
Mitglied

Oder gleich ein MacBook kaufen und schon umgeht man all den Ärger 😉

trveCharon
Mitglied

Weil die ja nur Intel-Chips der achten Generation verbauen… 🙄

YetAnotherFrank
Mitglied

Sorry, aber bei fast allem, was du hier so postest, frage ich mich, ob du aus Versehen in der falschen Community gelandet bist…

windows.sa
Mitglied

Putin hört und liest mit 😉😎

DonDoneone
Mitglied

Lieber noch der anstatt der Trumpel😄

Shyntaru
Mitglied

Kommt entspannt euch, ich wollte euch nur etwas provozieren 😉
Hier Apple zu erwähnen, ist wie wenn man bei uns Qualcomm in die Runde wirft 😁

nutella
Mitglied

Gut dass ich den Defender benutzte. 😀

hansra1
Mitglied

Das schöne ist, es betrifft alle egal welche Marke ob Appel draufsteht oder auch Linux drin ist, jetzt braucht mir nur noch einer sagen das das nicht von den Regierungen gewollt war, dieses schöne Hintertürchen von Intel und das über x Jahre , zum Glück gibt Microsoft seine Daten nicht an andere heraus…. Lach….la…

Scaver
Mitglied

Bullshit. Als Hintertüre ist das Ding kaum geeignet.

KKoni
Mitglied

Man sollte der US-Regierung nicht zu viel zutrauen. Die sind „in echt“ viel dämlicher, als sie in amerikanischen Filmen und Serien rüber kommen…
Der Mythos von der „allwissenden“ CIA wurde für mich am 11.09.2001 endgültig zerstört – gerade an diesem Tag hätte ich es mir anders gewünscht.

justsayin
Mitglied

Vielleicht wollen die auch nur dass du so denkst, hmmm.
Just Sayin

KKoni
Mitglied

Hmmmm…könnte natürlich stimmen… mein Nachbar mit dem Alu-Hut sagt das nämlich auch immer…💂

Samokles
Mitglied

Hey hansra1, mach doch mit athuro den Club der wilden Verschwörungstheorien auf…🙄

keinuntertan
Mitglied

Dachte, mit Einführung von W10 wäre durch den bordeigenen Defender Drittanbieter-AV-Software überflüssig geworden. Außer bei älteren Windows-Versionen hat die Branche faktisch keine Daseinsberechtigung mehr. Lässt Microsoft die noch gewähren, damit sie auch noch etwas „vom Kuchen“ abbekommen, sprich weiter verdienen können?

sunsailor
Mitglied

@Leonard Klint: Bitte um Korrektur: “Das Problem: Einige Antiviren-Programme können keine Änderungen an der Registry zu. “ Und: “Die Meltdown Malware verschafft sich auf Kernelebene Zugriff auf persönliche Daten des Herstellers.” …persönliche Daten des Herstellers?