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Hands-On: Windows RT 8.1 Update 3 und das neue Startmenü

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Vor wenigen Monaten angekündigt, jetzt ist es da – Microsoft hat Windows RT 8.1 Update 3, das so genannte Ersatz-Update anstelle von Windows 10, ohne größere Ankündigung für Geräte wie das Lumia 2520, Surface RT oder das Surface 2 veröffentlicht. Dass RT-Geräte Windows 10 nicht erhalten war bereits seit längerem bekannt – deshalb versprach Microsoft ein Update mit einigen Features davon. Doch wie viel Neues bringt das „Update 3“ wirklich?

Erster Start

Seit Kurzem dürfen sich Nutzer von Tablets mit Windows RT über ein Update freuen. Das Windows RT 8.1 Update 3 ist wie angekündigt pünktlich im September erschienen. Installiert werden kann es unter Windows Update – ist es nicht bei den wichtigeren, automatischen- dabei, findet man es unter den optionalen Updates. Der genaue Name ist KB3033055. Nach der Installation ist auf den ersten Blick alles wie vorher. Doch, etwas fällt auf beim Login: Wie auch in Windows 10 sind Profilbilder nun auch in Windows RT rund. Eine der Neuerungen, die Microsoft auch in der Beschreibung zum Update nennt und ein bisschen als „Highlight“ hervorhebt. Denn viel mehr (kleinere) Änderungen gibt es nicht.

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Aber zurück zum ersten Start nach dem Update, nach dem Login: Gewohnter Startbildschirm, gewohnter Desktop. Das neue Startmenü in der „Direct UI“-Version, das in der Technical Preview von Ende 2014 integriert war, muss erst manuell aktiviert werden. Je nachdem welches Gerät und ob man eine Tastatur nutzt ist das recht praktisch und ähnelt dem Desktop- und Tablet-Modus in Windows 10, auch wenn es den Desktop weiterhin auch gibt, wenn man den Startbildschirm im Vollbildmodus nutzt. Das neue Startmenü ist eben ein bisschen mehr Desktop. Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Die Charm Bar, die sich mit einem Wisch vom rechten Bildschirmrand öffnen lässt, ist die gleiche wie vorher, kein Button zum Wechseln von „Desktop“ zu „Tablet“ – die Einstellung dafür ist etwas versteckt. Klickt man mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste bzw. tippt länger darauf, findet man die Option „Eigenschaften“. Unter „Menü Start“ gibt es dann die Option, das neue Startmenü anstelle des bekannten Startbildschirms zu verwenden. Klickt man auf übernehmen, muss man sich erst ab- und wieder anmelden.

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Das neue Startmenü

Dann ist es da, das neue Startmenü. Das Design unterscheidet sich aufgrund der älteren Version von Windows 10, sieht aber dennoch gut aus und bietet ähnliche Features. Links gibt es eine Kachelansicht bei der weitere Kacheln einfach hinzugefügt werden können, indem man sie von der rechten Liste nach links schiebt. Im oberen Bereich der Liste nebenan wird der angemeldete Benutzer angezeigt, darunter folgen zwei Listen. Die erste zeigt Apps, Einstellungen oder Orte wie „Dieser PC“ und „Systemsteuerung“ an, die man selbst nach Wunsch anpinnen kann. Die Liste darunter listet Apps, die am meisten und zuletzt verwendet wurden. Praktisch ist auch die Liste „Alle Apps“, die sich mit einem Klick öffnen lässt. Das Update bringt auch eine Suche, diese ist allerdings nicht in der Taskleiste integriert, sondern ebenfalls im neuen Startmenü, unterhalb von „Alle Apps“.

Der Internet Explorer wurde nicht aktualisiert, aber es gibt eine kleine Ändererung, wie man die Desktop- oder Vollbild-Version öffnet. Öffnet man den Browser über die Taskbar oder die App-Liste, startet die Desktop-Version. Klickt man auf die Kachel im rechten Bereich des Startmenüs, ist es die Tablet-Version.

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Gut oder enttäuschend?

Und sonst? Nichts. Keine neuen Einstellungen, keine weiteren neuen Features, kein geändertes Design und schon gar kein neuer Store oder die Möglichkeit, Universal Apps zu installieren. Mehr als das Startmenü, runde Profilbilder und kleine Anpassungen gibt es nicht, keine weiteren Features von Windows 10. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass das Update 3 vermutlich nicht jede Menge neue Features bringen wird. Aber dass es so wenige sein werden, ist schade.

Dass es immerhin ein Update gibt, ist aber trotzdem gut. Windows RT hatte es von Anfang an nicht leicht und es gab vor allem Kritik, weil man darauf keine x86-Programme installieren kann, was bei einem ARM-Tablet aber normal ist und auch beim iPad oder Android Tablets nicht möglich ist. Außerdem sind einige tolle Geräte erschienen, mir gefällt vor allem das Lumia 2520 sehr. Das Update 3 bringt wenige, aber wenigstens doch ganz gute Neuerungen. Nutzt man Windows RT aber gerne und hat erst im letzten Jahr ein neues Tablet gekauft, ist es trotzdem etwas enttäuschend.

Windows 10 ist die Zukunft was sich Schritt für Schritt immer mehr zeigt – zum Problem werden für RT-Geräte langfristig vor allem Apps, denn in Zukunft wird es wenig bis keine neue geben und bestehende werden nicht mehr aktualisiert. Vermutlich ist das Update 3 außerdem das letzte Update für Windows RT, das neue Features bringt.

Nutzt ihr ein Gerät mit Windows RT und habt das neue Upate installiert? Wir sind gespannt auf eure Meinung zu Update 3!

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Dass das Update bescheiden ausfällt, war eigentlich klar. Es ist aber m.E. auch kaum durchdacht. Beispiel: Wenn ich aufs „neue“ Startmenü umstelle und dann – wie in RT üblich – die Desktop-App per Nach-unten-ziehen schließe, ist die Darstellung des Startmenüs ohne Desktop unsinnig.