MicrosoftNews

GitHub-Übernahme: Kam Microsoft Google zuvor?

Wie wir bereits gestern berichtet haben, übernimmt Microsoft die Entwicklerplattform GitHub für 7,5 Milliarden Dollar. Wie es nun scheint, könnte Microsoft damit dem Konkurrenten Google zuvorgekommen sein. Laut einem Bericht von CNBC hatte auch Google Interesse an der Plattform.

Google Repräsentanten führten Gespräche in den letzten Wochen

Laut Insidern, führten in den letzten Wochen mehrere Repräsentanten von Google Gespräche mit GitHub um über einen Kauf zu verhandeln. Diese Gespräche sollen mehrere Wochen gedauert haben, am Ende soll das hohe Gebot von Microsoft Google jedoch in Schach gehalten haben. Weder Google noch Microsoft wollten sich zu den Verhandlungen äußern.

Microsoft hat in den letzten Jahren mit Windows an Marktanteilen verloren, was zu einer Cloud-first-Reorganisation führte und Microsoft dazu veranlasste, nach Alternativen zu suchen. Der Besitz von GitHub und LinkedIn bedeutet auch, dass Microsoft jetzt zwei Top-Professional-Netzwerke besitzt – wichtig im Konkurrenzkampf um technische Talente.
Während Google bei seinen Cloud-Bemühungen Fortschritte macht, hat das Unternehmen bisher keine großen Akquisitionen im Cloud-Bereich unter der Führung von Diane Greene getätigt, die auch im Vorstand von Alphabet sitzt. Dies steht im krassen Gegensatz zu Microsofts großen Käufen von GitHub und LinkedIn, die zusammen 26 Milliarden Dollar kosteten.

Warum Microsoft?

Der Gründer und CEO von GitHub Chris Wanstrah entschied sich laut einem Insider am Ende nicht vorranig wegen des finanziellen Angebots für Microsoft, sondern wegen seiner Beziehung zu Satya Nadella.  Seit dieser bei Microsoft vor vier Jahren die Führung übernahm, setzt Microsoft verstärkt auf Open-Source-Software und Programmiertools.

GitHub ist seit Jahren ein begehrtes Ziel und hat immer wieder Anfragen von Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon abgelehnt, so die Leute, die damit vertraut sind.

Laut Peter Levine, Partner bei der Venture Capital Firma Andreessen Horowitz, die GitHub erstmals 2012 unterstützt hat, besteht das Interesse an GitHub seit langem. „Sie hatten viele Möglichkeiten. Es gibt einen echten strategischen Fit bei Microsoft.“

Laut Berichten gewann Nadella Wanstrath in den letzten 24 Monaten mit seiner Vision für GitHub innerhalb von Microsoft. Der neue CEO von GitHub Nat Friedman, der durch einen früheren Zukauf zu Microsoft kam, plant, GitHub vorerst eigenständig zu betreiben. Genau auf die gleiche Weise hat Microsoft auch den Kauf von Linkedin gehandhabt.
Zu den Plänen Microsofts mit GitHub sagte Friedman: „Wenn überhaupt, dann will Microsoft, dass GitHub noch besser wird als GitHub bisher schon ist.“

Was glaubt ihr? Stand Microsoft unter Zugzwang um Google zuvorzukommen?


Quelle: CNBC

Vorheriger Artikel

[Xbox Game Review] Moonlighter

Nächster Artikel

Windows 10 April 2018 Update: Kumulatives Update (KB4338548) behebt Probleme mit QuickBook

Der Autor

Jo

Jo

23 Jahre alt und Student. Fühlt sich im Windows-Ökosystem Zuhause. Aktuell mit einem Nokia 6 und einem Surface Book unterwegs. Davor viele Jahre Nutzer eines Windows Phones.

15
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
3 Comment threads
12 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
9 Comment authors
ExMicrosoftieEkkeFDoctore99MSFanEissphinx Recent comment authors
  Diskussion abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Androvoid
Mitglied

Kein Problem, Google wird sich da jetzt eben voll auf GitLab als zweite Wahl stürzen und die notfalls mittels Beteiligungs-Geldspritzen auf das gewünschte Niveau entsprechend hochpäppeln… Eine zukünftig intensive Nahe-Beziehung, wie das auch schon im Falle von Snapchat vorangetrieben wurde. ist da sicher auch schon vorgesehen. Btw: Google betreibt intensiv Marktbeobachtung und verfügt bereits über ein ausgeklügeltes Vorwarnsysten bezüglich anstehender/drohender gegnerischer Übernahmen bis hin solcher von sogar kleinen aber sehr vielversprechenden Startups mittels insgeheim bezahlter und natürlich absolut google-loyaler Informanten bei allen größeren und relevanten Konkurrenten… Natürlich inklusive vertraglich vereinbarter lebenslanger Einstellungsgarantie im Falle von Enttarnung als volle Absicherung für… Weiterlesen »

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

Ich denk mal, Google wird die frei gewordene Zeit nutzen, um wenigstens bei den autonomen Autos von der Stelle zu kommen. 😜

MSFan
Mitglied

Was für ein Fanboy Gelaber,danke für die Satire 🤣

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

Androvoid ist doch kein Google Fanboy. Er ist Marktbeobachter für Google hier in der Windows Community. 🤣

ExMicrosoftie
Mitglied

Oh-oh, das hört sich für mich seeeehr nach Verschwörungstheorie an. Glaube ich nicht.

droda
Mitglied

Wenn dem so ist, finde ich es sehr gut. Für mich ist Microsoft das seriösere Unternehmen, und ich nutze lieber dessen Dienste als die von Alphabet.

gast
Mitglied

Natürlich ist Microsoft seriöser als Google – keine Frage! Und auch ich ziehe – allerdings nur Anwendungen und Dienste die ich wirklich benötige, nicht pauschal jeden Schrott wie z. B. Cortana – von MS vor. Aber darauf und auf Seriosität kommt es am Ende eben nicht an. Es zählen Strategie, etwas glückliches Händchen und Produkterfolg. Seriosität zählt nichts mehr im Jahre 2018. Schaut auf den Facebook-Konzern – der ist inzwischen noch ein Quäntchen unseriöser als Google. Aber die Masse frisst Zuckis Latrinenbuden aus der Hand. Wenn Facebook Todespillen austeilen würde, würde auch die Masse mitmachen… Das ist ja das Schlimme!… Weiterlesen »

droda
Mitglied

Dem kann ich nur zustimmen! Gute und differenzierte Ausführung 👍
Ich grübele gerade, ob das in 5 Jahren noch alles relevant ist? Rennt der größte Teil der Menschheit wirklich unreflektiert als „Gohgler“ diesem ganzen Mainstream-Kram hinterher oder macht’s doch einmal „peng, hey so geht das einfach nicht weiter“?
Ich merke, je älter ich werde, desto unwichtiger werden mir „WhatsApp und Konsorten“. Ich lasse die Karawane ziehen…

Eissphinx
Gast
Eissphinx

Nur ist deine Meinung so ziemlich irrelevant. Google hat dort wo die IT-Musik wiklich spielt (und das ist nicht Deutschland) die besseren Karten…vor allem für die Zukunft. In den USA wächst eine Generation heran die mit klassischen Windows-Rechnern nichts mehr anfangen kann/will.Sondern mit ihren in die Google-Cloud eingebetteten Chromebooks und Android-Phones aufwachsen. Ein lokales Windows hat also so oder so keine Zukunft mehr…die Zukunft liegt in der Cloud. Ob die AWS, AZURE oder GCP heisst ist zunächst einmal ohne Bedeutung. Aber darum geht der Kampf der IT-Konzerne…um die Zukunft in der Cloud. Europa ist da mehr oder weniger nur noch… Weiterlesen »

droda
Mitglied

Das mag so kommen, vielleicht aber auch nicht, deswegen ja meine Grübelei. Ich denke, jeder Gedanke, der gedacht wird, ist irgendwie relevant, auch meiner, für mich und mein bescheidenes Umfeld. Natürlich gibt’s auch noch die großen Denker. Bist Du einer? Hast Du mehr Relevanz? Wer bewertet dies?
Aber lass gut sein 😉. Ich habe mir gerade die 98. Symphonie von Joseph Haydn unter Harnoncourt angehört – die hat Relevanz und kommt aus Europa! 🎼

EkkeF
Mitglied

Yeah, endlich mal ein Realist! Danke! 😉

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

„In den USA wächst eine Generation heran die mit klassischen Windows-Rechnern nichts mehr anfangen kann/will.“. Die Aussage ist doch völlig an der Realität vorbei. Glaubst du wirklich, dass sich das nur zu der in den USA heranwachsenden Generation behaupten lässt? Wollen wir das nicht alle? Und überhaupt, wo siehst du heute noch klassische Windows-Rechner? Hier werden Behauptungen aufgestellt, einfach so, ohne zu überlegen und die Bemühungen von Microsoft und den OEMs in den letzten Jahren und die zukünftigen einfach ignoriert. Sagt dir der Begriff Surface etwas? Sagt dir Windows 10 etwas? Sagt dir die Modern UI etwas? Sagt dir Windows… Weiterlesen »

Doctore99
Mitglied

Klar und die „Generation Google“ nimmt dann ein Chromebook und steuert damit Produktionsmaschinen LOL adminstert Blades im Rechenzentrum LOL na klar darauf warten wir Admins schon soooo lange! LOL

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

Das sind doch aber auch alles nur Binsenweisheiten die auch für Google oder Facebook oder Apple oder Karstadt gegolten hätten, hätten sie den Deal gemacht. Na klar muss der jetzt alles richtig machen, der den Deal gemacht hat. So what? Und wer hat den Deal gemacht? Haha yeah, Microsoft. Haben die nicht gerade einen Lauf im alles richtig machen? Hahaha 😂

ExMicrosoftie
Mitglied

Zurück zur Frage, ob MS Google zuvorkommen wollte: Wie heißt es so schön: „Halb zog sie ihn, halb sank er hin“. Es passte sicherlich gut in die Visionen Microsofts und MS wird bestimmt nicht unglücklich sein, wenn Google hier den Kürzeren gezogen hat. Beides hat Relevanz. Besonders interessant fand ich aber, dass es zum Kaufen immer zwei braucht: Einer, der kauft, und einer, der verkauft. Und hier war offensichtlich auch der Verkäufer nicht einfach zu überzeugen bzw. dann letztlich von Microsoft Vision überzeugt, sonst wäre aus dem Verkauf nichts geworden. Und ich bezweifle, dass Google dann mehr Chancen gehabt hätte,… Weiterlesen »