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Chiphersteller Qualcomm mit über 800 Mio. € Strafe konfrontiert

In der Branche gibt es immer wieder schlechte Schlagzeilen. Sei es Strafzahlungen von Microsoft oder Patentstreitigkeiten im aktuellen Fall Nokia vs. Apple. Nun trifft es den US-Chiphersteller Qualcomm mit einer überaus hohen Strafzahlung, welcher breite Bekanntheit durch die Snapgdragon Prozessoren erlangt hat, die ebenfalls von Microsoft verwendet wurden.

Qualcomm musste schon vor zwei Jahren eine Strafzahlung in Höhe von fast 900 Millionen € über sich ergehen lassen – allerdings nur in China. Dies hatte Qualcomm ohne jeglichen Widerstand akzeptiert. Der Grund für die Strafe: Ausnutzen der Marktmacht und dadurch die mögliche Durchsetzung von höheren Preisen.

Der aktuelle Fall: erneutes Ausnutzen der Marktmacht – diesmal in Südkorea

In diesem Jahr sind es knapp über 800 Millionen €, die Qualcomm bezahlen soll. Die Kartellbehörde Südkoreas wirft Qualcomm einen Missbrauch der Marktposition vor. Wichtige Patentlizenzen wurden nur an Hersteller von Smartphones verkauft. Verhandlungen über Lizenzbedingungen wurden in keinster Weise angeboten und fremde Patente wurden, ohne jegliche faire Bezahlung genutzt. Ein weiterer  schwerwiegender Vorwurf liegt in der Nötigung zur Unterzeichung von Abkommen zur Patentlizenzierung beim Einkauf von Chips vor.

Anders als in China hat Qualcomm nun angekündigt gegen die hohe Strafzahlung vorzugehen. Somit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Nicht nur in China oder Japan gibt es solche Vorwürfe. Auch Europa sieht sich aktuell dazu gezwungen, Untersuchungen einzuleiten, da auch hier von Marktmissbrauch ausgegangen wird.

Es scheint so, als könnte 2017 wieder ein spannendes Jahr der Steuertricks, Patentstreitigkeiten und Strafzahlungen werden. So bald es aktuelle Informationen gibt, werden wir diese mit euch teilen.

Kurz und knackig: Welche Meinung habt ihr dazu?


Quelle: Heise

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ZeroCola89

ZeroCola89

Vom Android zum Windows Phone / Windows Mobile zum iPhone.

Aber OneDrive, Microsoft Apps und natürlich der Xbox One treu geblieben ;)

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nikolawolfFranzvonAssisiExMicrosoftieWolfidichterDichter Recent comment authors
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Sagittarier
Mitglied

Finde es eine Frechheit von den Staaten Firmen mit Strafen zu belegen, diese Staaten wollen auch nur ein Stück vom Kuchen ab haben. Wahrscheinlich zahlen sie zu wenig Steuern in deren Ländern. Da Qualcomn anscheinend sehr gut verdient.

FranzvonAssisi
Mitglied

Ja ganz sicher, das ist ein Unding! Das wäre ja so, als würde ich eine Messe veranstalten und da kämen böse Leute, die andere bestechen und ich würde die wegschicken!!! Wieso sollte ich DAS bloß machen?

// du hast zwar nicht geschrieben, dass sie Gesetze brechen dürfen, aber Strafen sollten sie nicht bekommen? o.O

Sagittarier
Mitglied

Sie sollen Strafen bekommen können aber nur wenn dies ordentlich geprüft wurde von einer internationalen Kommission und nicht von einem Staat alleine. Wie man liest erwägen es ja andere Länder auch noch. Wo soll dies enden, wenn Qualcomm pleite ist, da sie an 50 Staaten strafe zahlen müssen. Vor allem, die einen verlangen 800 mio Euro, der nächste dann 1 Milliarde.
Es würde doch reichen, wenn die Strafzahlung gerechtfertigt ist, einmal an einen Fond zu zahlen, der für gute Zwecke ist.
Ist aber jetzt mM.

hm
Mitglied

Wieso bist du dafür dass Firmen Gesetze brechen dürfen. Diese sind Bestandteil einer Gesellschaft, eines Staates.

Sagittarier
Mitglied

Hab ich irgendwo geschrieben das Firmen das Gesetz brechen dürfen. Dürfen sie natürlich nicht. Niemand steht über dem Gesetz ausser …..

Enzo03
Mitglied

Kann mich dir nur anschliessen

Ka-Efka
Mitglied

Qualcomm, ausgerechnet diese höchst faire, ja fast schon caritative Unternehmung… wer hätte das gedacht! https://en.m.wikipedia.org/wiki/Qualcomm_Inc._v._Broadcom_Corp.

droda
Mitglied

Der Kapitalismus fördert die Monopolbildung. Es gibt dann keinen Wettbewerb mehr. Dagegen kann der Staat mit Strafzahlungen, notfalls Zerschlagung, vorgehen.
Er ist an der Zeit, ein anderes Wirtschaftsmodell zu kreieren.

nikolawolf
Mitglied

Du irrst dich. Der Korporatismus fördert die Monopolbildung. Großkonzerne mögen keine freien Märkte und suchen daher immer die Nähe zu einem mächtigen Staat.
Kapitalismus setzt freie Märkte voraus und somit eine staatenlose Gesellschaft basierend auf Freiwilligkeit und freiem Handel. Auch bekannt als Privatrechtsgesellschaft oder Anarchokapitalismus.

turbolizer
Mitglied

Nur welches?

turbolizer
Mitglied

Die sollen die 800 Millionen Dollar zahlen und gut ist. Die holen sie mit dem Deal mit Microsoft zig-Fach wieder rein. ?

Macoers
Mitglied

Findest du? Ich kaufe mir jedenfalls keine ARM basierten Produkte mehr von Microsoft!
Das Surface RT Dilemma hat mir gereicht!

turbolizer
Mitglied

Technischer Fortschritt und „nachtragend sein“ passen nun wirklich nicht zusammen.

Shyntaru
Gast
Shyntaru

zudem sind die chips von damals nicht zu vergleichen mit den aktuellen. die stationäre zeit ist längest vorbei und das ist auch gut so.
wenn ich sehe was ein m5 im 12″ macbook so alles kurz und klein rechnet oder was die aktuellen snapdragon für benchmarks ausspucken ist das endlich eine klasse Basis für mobiles arbeiten.

dichterDichter
Mitglied

Was für Zahlen das immer sind… 800 Millionen…

Wolfi
Mitglied

Alles Fabreche!Aber Alle!

ExMicrosoftie
Mitglied

Warum sollte es Qualcomm anders gehen als MS?