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Xbox Music Finito la musica: Kostenloses Streaming wird eingestellt

Es musste so kommen: Ab 1. Dezember 2014 wird die kostenlose Streaming-Funktion in Xbox Music unter Windows 8/8.1 und über das Internet eingestellt. Wer das Musik-Streaming weiterhin nutzen möchte, muss zukünftig einen Xbox Music Pass für 9,99 € im Monat erwerben.

Microsoft hat die Änderung bei Xbox Music nebst FAQ hierzu auf seinen Support-Seiten – ganz ohne große Pressekonferenz – ins Netz gestellt. Die FAQ behandelt vor allem die Nutzung bisheriger Abonnenten von Xbox Music, für die sich effektiv gar nichts ändert. Unbeantwortet bleibt jedoch die Frage, warum der kostenlose Streaming-Dienst eingestellt wird. Es heißt nur: „Wir setzen den Schwerpunkt darauf, dass über Xbox Music unseren Kunden der exklusive Kauf von Musik und der optimale Abonnement-Service ermöglicht werden.“

Dass jetzt Schluss mit kostenlos ist, verwundert mich jedoch nicht. Ehrlich gesagt wundert es mich fast mehr, dass der Dienst überhaupt so lange bestand hatte. Der kostenlose Dienst sollte werbefinanziert sein. Das heißt, wer eine Streaming-Station mit seinem Favoriten startet, sollte erst ein Werbevideo ansehen. In der Praxis war dies allerdings eher selten der Fall. Persönlich kann ich die Anzahl der Werbeunterbrechungen, die ich seit etwa einem halben Jahr mit Xbox Music unter Windows 8.x erleben durfte, an einer Hand abzählen. Zuletzt gab es dann nur noch Eigenwerbung für das Surface Pro 3 – so verdient man natürlich eher wenig bis nichts an einem werbefinanzierten Musik-Streaming-Dienst. Mit der Einstellung der kostenlosen Nutzung befindet sich Microsoft dennoch in guter Gesellschaft, da auch andere Anbieter wie Simfy, die kostenlose Nutzung ihrer Streaming-Dienste schon vor geraumer Zeit stark eingeschränkt haben. Nichtsdestotrotz wurde bereits an anderen Stellen des öfteren kritisiert, dass Microsoft es anders als Google nicht schafft, ausreichend Werbepartner mit ins Boot zu holen, um die so wichtigen Banner zu füllen, mit denen die Entwickler ihre Produkte und Dienste zu gegenfinanzieren versuchen. Ob das kostenlose Streaming von Xbox Music nun daran gescheitert ist, bleibt Kaffeesatzleserei.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass Xbox Music ein Relaunch bevorsteht, nachdem der Dienst seit der Einführung mehr oder weniger in einem Beta-Zustand vor sich hindümpelt. Man hat den Eindruck, dass bei Microsoft keiner so recht weiß, ob der Dienst wirklich zu ihnen passt. Die Benutzer haben diesbezüglich wohl kein eindeutiges Votum abgegeben – sonst gäbe es Xbox Music vielleicht schon gar nicht mehr. Ich muss zugegen, ich mag den Dienst. Die Musikvorschläge sind um Lichtjahre besser als bei iTunes Genius – das sollte man vielleicht besser in iTunes Kakophonie umbenennen. Ich würde mir wünschen, dass Xbox Music sein Halbleben beendet und zu einem konkurrenzfähigen Musik-Streaming Dienst wird, mit allem, was dazugehört. Das fängt bei den Apps für Windows Phone und Windows an, setzt sich bei einer schlechten geräteübergreifenden Synchronisation fort, bis hin zur Fehlenden Music-Match äquivalenten Cloud-Synchronisationen. Wenn kostenlos das einzig gute Argument war, wird es in der Zukunft schwierig für Xbox Music. Was bleibt, ist der Xbox Music Pass für 9,99 pro Monat. Damit ist das Streamen und offline verfügbarmachen nicht nur auf Windows 8 und im Browser, sondern auch auf Windows Phone, Android und iOS Geräte möglich. Den kostenpflichtigen Streaming-Dienst kann man 30 Tage unverbindlich testen und auch wieder zu jedem Zeitpunkt kündigen.

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Tut mir leid, dass ich mich hier nicht groß vorgestellt habe, aber ich bin schüchtern.
Man findet mich auf Twitter unter @wp78de.
Wenn es sonst noch Fragen oder Anregungen gibt, immer her damit.

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[…] ich letztens über das Halbleben von Xbox Music lamentierte und auf Besserung hoffe, hatte ich nicht gedacht, dass sich dies vielleicht schon in näherer […]

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[…] mit Xbox Music streamen kann. Im Prinzip fehlt jetzt nur noch der Starttermin des Dienstes. Da das kostenlose Streaming in Xbox Music am 1. Dezember eingestellt wird, liegt es irgendwie nahe, dass der OneDrive Xbox Music Locker just […]