Dell-XPS-15-Test


Details

Größe (Höhe x Breite x Tiefe)8-18 mm x 372 mm x 254 mm
Gewicht2,01 kg
Display Größe und Typ15.6-inch UltraSharp 4K Ultra HD Touch Display
Display Auflösung4K Ultra HD (3840 x 2160 Pixel)
Haupt-KameraWidescreen HD (720p)
ProzessorIntel Core i7-4712HQ Prozessor der 4. Generation (bis zu 3,3 GHz, 6 MB Cache)
Arbeitsspeicher16 GB Dual-Channel DDR3L mit 1.600 MHz (2 x 8 GB)
Interner Speicher512 GB SSD
Akku Kapazität91 Wh
Besonderheiten2 GB nVidia GeForce GT 750M Grafikkarte, 3x USB 3.0 mit Power Share , USB 2.0 mit PowerShare, Mini DisplayPort, HDMI, 3-in-1-Kartenlesegerät, Noble Schloss

Das Dell XPS 15 steht derzeit etwas im Schatten des kleinen Bruders XPS 13. Dabei gehört das 15 Zoll Flaggschiff von Dell schon seit Jahren zu den besten Windows Laptops auf dem Markt und wurde nun mit einem beeindruckenden 4K Display weiter aufgewertet. Ob das genügt um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, erfahrt ihr hier in unserer Review.

Design und erste Eindrücke

Wenn man das XPS 15 auspackt, merkt man sofort, dass man hier ein absolutes Premium-Gerät in der Hand hält. Die Gehäuse-Oberseite aus Aluminium, die Unterseite aus Carbonfasern, das Display komplett in kratzfestes Gorilla-Glas gefasst. Der Gesamteindruck ist edel, solide und seriös. Alles in allem etwas strenger als die glänzenden MacBooks mit den leuchtenden Apfel-Logos, aber qualitativ auf demselben hohen Niveau. Mir persönlich ist das Design einen Tick zu kühl, eine richtige Sympathie für das Gerät konnte ich so bis zum Schluss nicht entwickeln, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Mit einer maximalen Höhe von 18mm ist das XPS 15 auch relativ schlank und keinesfalls klobig, wofür Dell aber auch im Stile eines Ultrabooks auf ein optisches Laufwerk verzichtet. Und trotzdem ist der 15 Zoll Laptop nicht in erster Linie auf Mobilität optimiert, sondern für eine überwiegend stationäre Nutzung zu empfehlen. 2kg Gewicht sind zwar verhältnismäßig wenig, wiegen aber doch recht schwer auf den Schultern, wenn man das Gerät jeden Tag zur Arbeit und zurück schleppen muss. Auch von der Grundfläche her ist der Unterschied zum Dell XPS 13 enorm. Dieses ist durch sein fast rahmenloses „Infinity Display“ ja nicht nur optisch attraktiver, sondern auch deutlich kleiner geworden, ein 13 Zoll Laptop mit den Außenmaßen eines typischen 11-Zollers, während das XPS 15 mit seinem 15,6 Zoll Bildschirm immernoch so viel Platz auf dem Schreibtisch beansprucht, wie man es von einem 15 Zoll Laptop nunmal erwarten würde.

Dell-XPS-15-Review

Performance und Akku

Dafür stellt man sich mit dem Dell XPS 15 auch ein echtes Powerhouse auf den Schreibtisch. 16 GB RAM, 512 GB SSD Speicher, ein Intel Core i7 Quad-Core Prozessor und eine dezidierte nVidia GeForce Grafikkarte siedeln das Gerät ganz klar in der Oberklasse an.

Der verbaute Intel Core i7-4712HQ (mit bis zu 3,3 GHz) gehört zwar noch zur 4. Generation, die 2014 veröffentlicht wurde, ist aber immernoch einer der schnellsten mobilen Prozessoren auf dem Markt. Vergleichbare Vierkern-Prozessoren der Broadwell Reihe wurden erst vor wenigen Tagen vorgestellt. Die GeForce GT 750M (2GB DDR5 RAM) ist dann aber doch schon etwas in die Jahre gekommen und kann nur noch als Mittelklasse gelten. In Sachen Grafik- und Spiele Performance genügt das Gesamtsystem damit gehobenen, aber nicht höchsten Ansprüchen. Ein Ego-Shooter mit 1080p zu zocken ist durchaus drin, GTA V mit 4K Auflösung wäre dann aber doch zu schön um wahr zu sein.

Im Alltag verrichtet das XPS 15 seine Arbeit souverän. Die Wärmeentwicklung ist moderat, der Lüfter schaltet sich zwar sporadisch ein, fällt aber kaum unangenehm auf. Energieeffizienz steht beim XPS 15 erkennbar nicht im Mittelpunkt, aber es ist der stattlichen 91 Wh Batterie zu verdanken, dass man im Normalfall deutlich über 5 Stunden ohne Netzteil arbeiten kann, obwohl Prozessor und 4K Bildschirm ziemlich viel Strom saugen.

Dell-XPS-15-hinten

Display

Damit wären wir auch schon beim Highlight des neuen Dell XPS 15: dem 15,6 Zoll 4K Ultra HD Touch-Display von Sharp. Das ist wirklich ein Bildschirm mit einem richtigen WOW-Effekt: hell, kontrastreich, atemberaubend scharf. Dabei sehen nicht nur Spiele oder hochauflösende Filme toll aus. Allein schon das Desktop Wallpaper oder schön gestaltete Webseiten erstrahlen in ganz neuem Glanz. Schrift ist wunderbar zu lesen und auf Fotos erkennt man jedes noch so kleine Detail. Und vielleicht werde ich alt, aber 13 Zoll Bildschirmdiagonale sind mit mittlerweile einfach zu klein, erst ab 14-15 Zoll beginnt es wirklich Spaß zu machen.

Das XPS 15 hat aber leider, leider, leider noch nicht das (fast) rahmenlose Design, das uns beim XPS 13 so beeindruckt. Ein solches „Infinity Display“ in 15 Zoll und mit 4K Auflösung wäre ein echte Sensation. Und es wird auch kommen – allerdings erst mit dem nächsten Modell-Update.

Die Bildschirm-Auflösung des Dell XPS liegt bei gigantischen 3840 x 2160 Pixeln. Das ist beeindruckend scharf, hat aber auch seine Schattenseiten. Wie ich schon in meiner Review des Dell XPS 13 ausgeführt habe, kommen noch nicht alle Programme mit derart hochauflösenden Displays zurecht. Schrift und Icons sind dann entweder blass und krisselig, oder so winzig, dass man kaum damit arbeiten kann. Apps sehen generell hervorragend aus und auch Office skaliert mittlerweile wunderbar, aber leider betrifft das Problem nicht nur ältere Programme, sondern auch durchaus gängige Anwendungen wie den VLC-Player oder die Windows-Version von iTunes. Alles in allem geht das XPS 15 mit Skalierungsproblemen aber etwas besser um als der kleine Bruder, was auch einfach an der Größe des Bildschirms liegen dürfte.

Dell-XPS-15

Tastatur und Trackpad

Gemessen an der Größe des Gerätes, ist die Tastatur seltsam klein. Wenn man das XPS 15 zum ersten Mal aufklappt, hat das schon ein bisschen was von Mogelpackung. Dafür bleibt mehr Platz für das Touchpad und für die Handablage-Fläche, die sich mit ihrer weichen, gummiartigen Oberfläche so toll anfühlt, dass man die Hände gar nicht mehr wegnehmen möchte. Auch die Tastatur kann ergonomisch überzeugen: die Tasten sind – natürlich – hintergrundbeleuchtet, haben weder zu viel noch zu wenig Spiel und geben beim Tippen ein angenehmes Feedback. Ein etwas breiteres Layout hätte das Arbeiten trotzdem noch etwas angenehmer gemacht. Die etwas futuristisch anmutende Beschriftung der Tasten ist vermutlich nicht jedermanns Sache, ich finde sie aber ziemlich cool (wenn jemand weiß was für ein Font das ist, bitte Kommentar hinterlassen.)

Im Gegensatz zum Keyboard ist das Touchpad (von Synaptics) sehr großzügig dimensioniert, so wie man es vor allem von Apples MacBooks gewohnt ist. Es reagiert alles in allem gut und unterstützt eine ganze Reihe an Multi-Touch Gesten. Allerdings hatte ich das Problem, das beim Scrollen manchmal ungewollt Text markiert, also offenbar ein Tippen erkannt wurde, was auf Dauer sehr nervig war. Allerdings scheint der Fehler nicht unbedingt weit verbreitet zu sein.

Was die Ausstattung betrifft, wären zu guter Letzt noch die vielfältigen Anschlüsse zu loben: 3x USB 3.0, 1x USB 2.0, HDMI, miniDisplay Port und ein SD Karten Leser sind eigentlich alles, was man heutzutage braucht.

Dell-XPS-15-Tastatur

Fazit

Das XPS 15 ist ein sehr gut ausgestatteter Laptop mit einem hochwertigen Design und einem beeindruckenden Display. Dell’s 15 Zoll Flaggschiff ist der wohl naheliegendste Kandidat, wenn man im Windows Lager nach einer Alternative zum MacBook Pro Retina sucht und wird dieser Aufgabe mehr als gerecht. Die hohen Ambitionen zeigen sich allerdings auch im Preis. 1949 Euro sind schon happig, aber dafür bekommt man eben auch einen Intel Core i7 QuadCore Prozessor, 16 GB RAM, 512 GB SSD, ein 4K Touch-Display und eine erstklassige Verarbeitungsqualität.

Im Vorfeld hatte ich in erster Linie ein Business-Laptop erwartet. Aber das XPS 15 ist ungefähr so ein Business-Laptop, wie ein Mercedes CLs ein Dienstwagen ist. Klar kann man damit zur Arbeit fahren, aber eigentlich macht es dafür zu viel Spaß. Das Dell XPS 15 ist sowohl etwas für Feinschmecker, als auch für anspruchsvolle Produktive und vereint damit viele der Qualitäten, die ich von einem Premium-Laptop erwarte.

Und trotzdem bleibt unterm Strich der ernüchternde Eindruck, dass Dell bei der letzten Modell-Pflege Anfang des Jahres etwas halbherzig zu Werke gegangen ist. Kein Infinity Display, keine neue Prozessor-Generation, kein aktueller Grafik-Chip. All das verspricht der Nachfolger, der jüngst auf der Computex Messe zu sehen war, und jetzt schon einen gewaltigen Schatten voraus wirft. Wer also heute ein Windows Laptop der Oberklasse sucht und bereit ist entsprechend tief in die Tasche zu greifen, der sollte das aktuelle Dell XPS 15 auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Es ist ja, wie gesagt, durchaus auf Höhe der Zeit (und der Konkurrenz). Wer ist nicht eilig hat, dem empfehle ich allerdings noch ein paar Monate zu warten. Es könnte sich lohnen.

Zur offiziellen Dell XPS 15 Produktseite


Wir danken Dell für das zur Verfügung gestellte Testgerät.


POSITIV

Hochwertige Verarbeitung

Top Ausstattung und Performance

Beeindruckendes 4K Touch-Display

NEGATIV

Grafikkarte nicht auf dem neusten Stand

Skalierungsprobleme bei manchen Anwendungen

 

Autor Wertung

8.6
Das Dell XPS 15 wird seinem Status als Vorzeige-Premium-Laptop des Windows Lagers absolut gerecht. Das neue 4K Touch Display ist atemberaubend. Die hohen Erwartungen an den Nachfolger lassen uns jetzt aber zum Abwarten tendieren.
Design 9.0
Größe und Gewicht 8.5
Ausstattung 9.5
Performance 9.5
Display 10.0
Kamera 7.0
Akku 7.0
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Königsstein

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Mehr Beef als Maredo.

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Christian
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Dell will hier wirklich dem Apple MacBook Konkurrenz machen.
Ich finde das 4k-Display mit MultiTouch Funktion auf der einen Seite innovativ, auf der anderen Seite ist es (noch) nicht unbedingt notwendig, da es nur wenige Anwendungsmöglichkeiten für eine solche Auflösung gibt. Aktuell kommt es nur für aufwendige Bild- und Videobearbeitung, nach meiner Meinung.
Die Kohlefaser Unterseite ist vielleicht übertrieben, weil es doch ein Kostenfaktor ist. Aber die Materialwahl ist definitiv ein Weg in die richtige Richtung.
Nach Herstellerangaben geht der Akku bis zu 11 Stunden, was noch für ein Notebook mit entsprechender Ausstattung kein schlechter Wert ist.