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Sony-Boss: Die Playstation braucht kein Cross-Platform Play-Feature

Mit der zunehmenden Popularität von Fortnite ist auch die Thematik um das Cross-Platform Play wieder aktuell. Wie bereits bekannt, versucht Microsoft stets, Gamern aller Konsolen ein gemeinsames Spielerlebnis zu bieten, was dazu geführt hat, dass selbst Nintendo sich diesem Gedanken angeschlossen hat. Sony sieht dies jedoch anders: Die meisten dieser Angebote wurden abgelehnt, sodass Playstation-Gamer lediglich mit anderen Spielern auf der eigenen Konsole spielen können.

Vielen Xbox-Gamern ging es wahrscheinlich wie mir und konnten keinen Grund für die starke Ablehnung der Konsolenzusammenarbeit ausmachen. Sony-Boss Kenichiro Yoshida hat dieses Geheimnis auf der diesjährigen IFA in Berlin nun gelüftet: Seiner Meinung nach ist die Playstation 4 die beste Konsole für Gamer und dieser Status Quo sollte nicht kompromittiert werden. Sein genaues Zitat lautet:

On cross-platform, our way of thinking is always that PlayStation is the best place to play. Fortnite, I believe, partnered with PlayStation 4 is the best experience for users, that’s our belief.

Diese Einstellung hat er mit folgender hauseigenen Definition von Cross-Platform Play erläutert:

But actually, we already opened some games as cross-platform with PC and some others, so we decide based on what is the best user experience. That is our way of thinking for cross-platform.

Zudem hält er den Wettbewerb der Konsolen für äußerst gesund und notwendig für das Wachstum der Gaming-Industrie:

I think competition is always good. Healthy, fair competition is always good for the industry and growth […] I think competition with Nintendo and Xbox is a healthy situation.

Sicherlich ist es wahr, dass Wettbewerb von Firmen derselben Branche dem Verbraucher guttut. Andernfalls würde nicht nur die Wirtschaft stagnieren – es gäbe auch keinen Anreiz für Firmen, sich weiterzuentwickeln. Zudem fordert Wettbewerb Bestleistungen und Weiterentwicklungen von Unternehmen, um weiterhin bestehen zu können.

Sony-Boss Kenichiro Yoshida hat das Geheimnis um die starke Ablehnung der Konsolenzusammenarbeit auf der diesjährigen IFA in Berlin gelüftet.
Microsoft wird seinen Weg weiterhin ohne eine Kooperation mit Sony gehen müssen.

Jedoch ist dies nicht alles, das Gamer brauchen: Wir sind Teil einer großen Gemeinschaft und Cross-Play wäre ein gutes Mittel, um Fans der verschiedenen Konsolen zusammenzubringen und nicht für eine elitäre Spaltung zu sorgen. Sicherlich hat Sony eine Zusammenarbeit mit Microsoft oder auch Nintendo bisher nicht nötig gehabt, was die Verkaufszahlen der Playstation 4 klar belegen. Auf diesem Umstand sollte man sich jedoch nicht ausruhen: Wie es ersichtlich war, hat Microsoft die Bemühungen der Zusammenarbeit mit Sony aufgegeben und geht nun neue Wege: Nicht nur werden die Service-Angebote für Gamer weiter ausgebaut, auch hat Microsoft viel Geld in die Zukunft der Konsole investiert – die Akquisitionen der Studios Undead Labs, Playground Games, Compulsion Games und Ninja Theory sowie die Gründung von The Initiative sind erste gute Schritte, um für Sony ein Zeichen für die Zukunft zu setzen.

Was haltet ihr von Yoshidas Begründung? Könnt ihr sie nachvollziehen? Ich freue mich auf eure Meinung!


Via: The Independent

Bildquelle: Pixabay

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sirthecos

sirthecos

Leidenschaftlicher Gamer und Technik-/Musikenthusiast | Aktuelle Games: XCOM 2, The Division, Far Cry 5, State of Decay 2, The Council, Forgotten Anne, Overcooked, The Adventure Pals

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superuser123
Mitglied

Die Zukunft wird zeigen, dass MS sich auf dem richtigen Pfad der Geschichte befindet. Schon jetzt protestieren vielfältig zahlreiche Spieleentwicklungsunternehmen und wollen die Zusammenarbeit mit Sony neu überdenken. Sony befindet in einem vergleichbaren Punkt, wie MS es mal gewesen ist. MS versuchte sich auch mit Händen und Füßen, gegen OpenSource und Linux, zu wehren. Den Rest der Geschichte kennen wir… Die bittere Einsicht wird auch Sony schlucken müssen! Übrigens: MS zeigt heutzutage, wie man zeitgleich in alle Richtungen offen sein kann und trotzdem wettbewerbsfähig ist. Ich habe mir das schon im stillen gedacht, MS ist für Sony zu mächtig geworden.… Weiterlesen »

JensWalter1
Mitglied

Tja, manche Leute kaufen wegen genau deswegen keine Playstation sondern haben PC, Switch und Xbox.

stevenskies
Mitglied

Kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Software sells Hardware, das gilt heute wie früher. Völlig unabhängig von Crossplay. Ich denke eher Sony hat Angst. Die PS hat eine gute User-Basis und vieles davon kommt (zumindest in Deutschland) durch Mund-zu-Mund-Propagana und „Gruppenzwang“. Wenn dieser Zwang nicht mehr besteht, könnte Sony Marktanteile einbüßen.

Höli
Mitglied

Ob er, wäre Sony nicht Marktführer, auch so sprechen würde?

hansra1
Mitglied

Ich find es toll das man viele Spiele auch auf andere Hardware spielen kann, die Spieler sind eine wirtschaftliche macht, und sie sollten das auch dem grossen Konzernen zeigen,

droda
Mitglied

Ich spiele seit 1994 Playstation – immer offline. Einmal musste ich bei Mass Effekt online spielen, um bessere Spielergebnisse zu erhalten, und ein weiteres Mal habe ich kurz Diablo online gespielt. Ist nicht meins, bleibe lieber alleine und offline. Von daher regt mich das Thema auch nicht auf, gar nicht 😎.

DonDoneone
Mitglied

Wir kommen halt noch aus der alten Schule 😄

g.sys
Gast
g.sys

Es ist schwierig. Kein Cross/Play zwingt mich vllt die Konsole zu wählen die das Spiel am besten/mit der besten Grafik zeigt … Und/ODER die größere Spielerschar beherbergt.🙄😖 Cross-Play lässt mich die Plattform wählen die ich will, und muss nicht eine viel zu kleine Playerbase fürchten. Also ich bin eindeutig für Cross-Play, je größer die Playerbase eines Spiels, desto besser 🙂