MicrosoftNewsWindows 10

Peinlich: Intel rät Nutzern von Meltdown und Spectre Patches ab

Da geht’s doch zu wie im Hühnerstall! Nach der Meltdown- und Spectre-Krise Anfang Januar, schossen Intel, OEMs und Softwarehersteller schnell Patches raus, die die Sicherheitslücken stopfen sollten. Da das Problem an den Prozessoren selbst liegt, ist es ein bisschen so wie beim Diesel-Abgasskandal – Softwarepatches lösen das Problem nur bedingt. Bei vielen Systemen haben diese Patches sogar zu erheblichen Problemen geführt (ständige Reboots, Leistungsverlust, etc.).

Meltdown und Spectre: FAQ zum Intel, AMD und ARM Problem

Intel rät Nutzern von Patches ab

Nun rät Intel offiziell von der Installation der Patches ab. Man arbeite an Lösungen, die mit den Systemen kompatibel sind.

Die offizielle Aussage lautet:

„Wir empfehlen OEMs, Cloud-Service-Providern, Systemherstellern, Softwareanbietern und Endbenutzern, die Bereitstellung aktueller Versionen auf bestimmten Plattformen einzustellen, da sie möglicherweise höher als erwartete Neustarts und anderes unvorhersehbares Systemverhalten einleiten.“

Der Ratschlag kommt gut zwei Wochen nachdem die meisten Nutzer die entsprechenden Patches bereits installiert haben – na schönen Dank auch.

Das größte Problem zeigen die Prozessorgenerationen „Broadwell“ und „Haswell“ auf. Ab Generation 6 (Skylake) scheinen die Schwierigkeiten seltener.

Auf dem offiziellen Blog von Intel, könnt ihr mehr zum Thema erfahren.

Wenn ihr wissen wollt, ob euer System vor Meltdown und Spectre geschützt ist, könnt ihr euch folgenden Artikel durchlesen:

Ist euer PC vor Meltdown & Spectre geschützt? Dieses Tool verrät es

Mehrere Parteien haben bei der öffentlichen Aufdeckung von Meltdown und Spectre Panik bekommen und schnell Patches veröffentlicht, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Dieser Schritt ist teilweise nach hinten los gegangen.

Habt ihr seit den Patches Probleme mit euren Systemen?

Vorheriger Artikel

HP Elite x3: Das denken die HP-Mitarbeiter über das Windows Phone

Nächster Artikel

OneDrive "Dateien Wiederherstellen" - nicht so gut wie gedacht

Der Autor

Leonard Klint

Leonard Klint

"Change has to flow from the bottom to the top." - Ed Snowden

12
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
8 Comment threads
4 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
11 Comment authors
ScaverkeinuntertanJptech42kategoriedefinierterMax MP Recent comment authors
  Diskussion abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
dicks
Mitglied

Ja, mein Surface 3 PRO hatte seltsame BSODs. Bisher nicht mehr vorgekommen, weiß auch nicht genau an was es gelegen hat. Aber 2 Jahre lang kein einziger BSOD……

ahoiiiiiiii
Mitglied

Gibt es das Surface 3 auch in der Pro Variante? 😉

Jptech42
WU Team
konsol
Mitglied

Surface Studio: Performanceprobleme sind deutlich spürbar. Kann ich die Sicherheitsupdates eigentlich wieder deinstallieren?

dennicool
Mitglied

Du musst die Patches, sofern nur Softwareseitig gepatcht wurde, bzw. ebenso wenn Firmwareseitig gepatcht wurde und die neue Firmware ein softwareseitiges Abschalten zulässt nicht deinstallieren. Mit dem Patch wurden ein paar neue Tools für die Powershell mitgeliefert, um zu prüfen, inwiefern das System geschützt ist und um die „Patches“ auszuschalten. Das geht sonst auch weiterhin direkt in der Registry oder mit Drittanbieter-Programmen, die dann die Änderungen für dich vornehmen, wie zB das InSpectre-Tool von GRC… (wurde hier auch in einem Beitrag vor ein paar Tagen drüber berichtet)

sirozan
Mitglied

Broadwell Laptop hier, hatte bisher noch keine merklichen Probleme mit dem Update. Mal abgesehen davon werde ich das gegen Spectre nötige BIOS-Update laut Herstellerseite wohl eh nie bekommen, irgendwie traurig der Laptop ist vielleicht 2,5 Jahre alt jetzt

Max MP
Gast
Max MP

Mir sind bei meinem Tablet mit i7-4610Y bislang keine Probleme aufgefallen.

kategoriedefinierter
Mitglied

Performanceverlust bei meinem neuen EZbook 3 Pro.
Weitaus gravierender: Seit einigen Tagen „spinnt“ Outlook Mail auf meinem L 830. Alte Mails tauchen zwischen Neueingängen auf, Inhalte von Mails kopieren sich vereinzelt in andere Mails. Ob dieses Problem, das auf meinen anderen W10Rechnern nicht auftritt, mit der Meltdown-/Spektre-Problematik zu tun hat, ist mir allerdings noch nicht klar.

Jptech42
WU Team

Wie sieht es mit Sandy-Bridges aus?

keinuntertan
Mitglied

Nicht mehr Probleme als sonst auch.

Scaver
Mitglied

Auf meinem Skylake merke ich nichts, was aber ja zu erwarten war.
Glücklicherweise merkt meine Frau wohl auch keine Leistungseinbußen bei ihrem Haswell. Gut, der hatte auch noch einige Leistungsreserven für das, was sie macht.
Aber bei uns beiden ist Katie Tool kein Schutz vor Spectre da. BIOS Updates werden da wohl auch nicht mehr kommen.