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Nadellas Seitenhieb auf Apple zeugt von Selbstvertrauen

Satya-Nadella Faust

Wenn man Microsoft seit Satya Nadellas Amtsübernahme als CEO zuhört, bekommt man manchmal den Eindruck als ob das Unternehmen aus Redmond konkurrenzlos sei. Nicht im Sinne, dass andere Firmen unterlegen wären. Der Softwareriese strahlt unter Nadella einen fast ghandischen Pazifismus aus, der in Mitbewerbern eher potentielle Partner als erbitterte Gegner sieht. Dieser respektvolle Umgangston täuscht manchmal darüber hinweg, dass unter der Oberfläche der Kampf um die Nutzergunst genauso heftig tobt wie noch unter Steve Ballmer – Microsoft ist und bleibt ein profitorientiertes Unternehmen.

In diesem Kampf steht Microsoft momentan sehr viel besser da als noch vor zwei Jahren. Vielleicht hat dieser Umstand dazu geführt, dass Nadella sich im Interview mit der „Financial Review“ einen kleinen Seitenhieb gegen Apple Chef Tim Cook erlaubt hat.

„I mean, take even Surface. Three years ago, the two-in-one as a form factor was questioned. Does anybody need one? And now guess what, even our competition has decided that it’s not a refrigerator and a toaster but it’s actually a two-in-one.“

„Ich meine, schauen sie sich das Surface an. Vor drei Jahren wurde der 2 in 1 Formfaktor in Frage gestellt. Braucht das überhaupt jemand? Und was ist jetzt, sogar unsere Konkurrenz sieht, dass es kein Kühlschrank-Toaster ist, sondern ein 2 in 1.

Tim Cook hatte nämlich genau diese Aussage damals zur Einführung des Surface gemacht. Man können auch einen Kühlschrank mit eingebautem Toaster bauen, dieser würde schlussendlich keinen glücklich machen.

Nadella sagt dies natürlich mit einem Augenzwinkern. Doch spricht hieraus auch das neuerlangte Selbstvertrauen der Redmonder, die mit dem Surface Pro eine Industrie geprägt hat und mit Projekten wie HoloLens und Studio weiter mutig voranschreitet.

Das gesamte Interview könnt ihr euch HIER durchlesen.

Was sagt ihr: Ist Microsoft selbstbewusster als noch vor zwei Jahren? Findet ihr derartige Sticheleien angebracht?


Bildquelle: Microsoft

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Leonard Klint

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AndreasIndelicato
Mitglied

Finde ich genau richtig so =) Microsoft kann auch mal stolz darauf sein wie sie die IT und den Markt in den letzten 2 Jahren umgekrempelt haben!

Herron
Gast

Maß gehalten gehört das zum guten Ton ?

Shayliar
Mitglied

Ich liebe solche kleinen Stichelleien .. Sie tun keinem weh, zeigen aber das man auch stolz auf das idt was man hat 🙂 weiter so

Eissphinx
Gast
Eissphinx

Wirtschaft und Technik sollte man doch unterscheiden können. MS steht wirtschaftlich so gut da, weil sie sich aufs Cloud-Geschäft fokusiert haben. Und das hat MS getan, weil ein Cloud-Kunde wesentlich mehr Geld bringt( bei einem Datenvolumen von z.B. 50TB und mehren hunderttausend Netzwerkzugriffen können da schon mal ein paar Tausend Dollar im Monat fällig werden) , als ein Privatanwender/Hobbyist der sich vielleicht mal alle 10 Jahre eine Windows-Lizenz kauft.d.h. wäre MS tatsächlich nur von Privatkunden/Hobbyisten abhängig, wäre MS schon längst pleite. Technologisch sieht die Sache etwas anders aus. Da kann man unschwer erkennen, das MS in immer mehr Bereichen den… Weiterlesen »

ExMicrosoftie
Mitglied

Was haben die Themen Wirtschaft und Technik mit der Kommunikation zu tun? Nix. Im übrigen verliert MS in immer mehr Bereichen eben NICHT den Anschluss, sondern ist technischer Vorreiter!

Scaver
Mitglied

Selbstbewusster? Nein. Selbstbewusst war Ballmer und MS damals auch. Nur folgten hier großen Worten oft keinen Taten und man hatte oft ein „Große Klappe, nichts dahinter!“ im Kopf. Natürlich gehört ein gesundes Selbstbewusstsein zu einem großen Unternehmen… denn sonst geht es unter! Aber man muss Worten auch etwas folgen lassen bzw. muss den Worten etwas voran gegangen sein. Das fehlte bei Ballmer oft! Klar, das kam auch beim aktuellen MS und Nadella schon vor, aber doch anders und vor allem viel seltener als unter Ballmer. Zudem liefert MS unter Nadella auch. Sei es Windows 10, W10M mit Continuum, 2-in-1 und… Weiterlesen »

TobyStgt
Mitglied

Die Einführung von W10 und vor allem W10m kann man sicher nicht als großen Erfolg werten. Zum Einführungszeitpunkt kaum zu gebrauchen und erst nach einem Jahr Updates (Bugfixing) einigermaßen rund. Bei W10m war das eher ein Todesstoß als ein Erfolg… Viel schlechter hätte man das nicht machen können…

Ich steh dazu dass W10m für mich das beste Betriebssystem ist, aber nur weil ich lange genug an die Idee dahinter geglaubt habe. Normale Kunden hatten diese Geduld selbstverständlich nicht.

GueVo
Mitglied

Apple hat einiges bewirkt und auch auf den Markt gebracht. Fand aber alles, wirklich alles total überteuert. Wenn man aber mit Microsoft Dos und Windows 3.1 angefangen hat, sieht man natürlich eine enorme Entwicklung bei Microsoft. Ich war und bin von Microsoft überzeugt. (Auch wenn ich nicht immer alle Entscheidungen verstehen konnte). Für mich hat Microsoft das Recht selbstbewusst aufzutreten.

ExMicrosoftie
Mitglied

Die Kommunikation war unter Ballmer nicht so besonders. Nadella kommt da m.A.n. wesentlich charmanter rüber. Und da schaden solche kleinen Sticheleien gar nicht, im Gegenteil, sie erinnern an frühere Meinungen, die nun wohl revidiert werden sollten. Hier ist weniger Apple das Ziel, als vielmehr die aktuellen Zuhörer.
Es ist das eine, Zitate zu bringen und das andere, schlecht über die Konkurrenz zu reden bzw. sie schlecht zu machen. Letzteres geht gar nicht. Allerdings darf man sehr wohl seine eigenen Stärken im Vergleich zur Konkurrenz darstellen. Sachlichkeit ist da das Zauberwort.

TobyStgt
Mitglied

Weiss nicht was man an Nadella charmant finden kann. Und ich glaube auch nicht dass Apple oder Google die Marktmacht im mobilen Bereich mit Sachlichkeit erlangt haben. Damit erreicht man maximal 5% wie wir gesehen haben.

hm
Mitglied

Nimm nie den Namen der Konkurrenz in Mund.
Red nicht schlecht über andere Firmen.

clausi
Mitglied

Ich halte nach wie vor nicht viel von Nadella, der in meinen Augen definitiv noch keine klaren Ergebnisse gebracht hat ausser der „Cloud“, die sich aber auch erst ihrer hochgezogenen Ziele würdig erweisen muss…..
Für alles, und wenn es Surface ist, hat Ballmer den „Grundstein“, die Voraussetzungen, geschaffen. Sich mit fremden Federn zu schmücken, das fällt leicht, es dann so wirken zu lassen, als sei alles „auf eigenem Mist“ gewachsen, ist schon etwas schwieriger, aber es funktioniert offenbar ? .

spaten
Mitglied

An der Übersetzung könnt ihr aber noch arbeiten…

chasingstory
Mitglied

Die Übersetzung ist ja wohl voll in Ordnung so. Wie hätte Herr Oxford es denn gerne?

Der Didaktiker
Mitglied

„Dass gesamte Interview könnt ihr euch HIER durchlesen.“
„Das“ bitte.
Ist mir nicht nur in diesem Forum bisher mehrfach negativ aufgefallen.

DonDoneone
Mitglied

Ich glaube das liegt an der automatischen Worterkennung, die die jungen Leute heute standartmäßig aktiviert haben..?

DonDoneone
Mitglied

Selbstbewusstsein sollte er auch ausstrahlen. Nur so kann man sich auch verkaufen. Würde er geknickt daherkommen, ich würde dem nix mehr abkaufen ?

DonDoneone
Mitglied

Der Doktor schreibt aus dem interview, das sie ein ultimatives mobiles Gerät machen wollen. Zwar für eine kleinere Zielgruppe, dafür aber richtig.
Nicht das ich es brauchen würde, aber die Entwicklung zu verfolgen wird immer spannender ?

Jürgen Drews
Mitglied

Hat meiner Meinung nach nichts mit Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen zu tun. In unserem (und jedem) Betrieb werden auch die Bälle täglich von einem zum anderen gespielt. Wer den Ball hat, ist in Erklärungsnot. Hier hat Nadella den Ball einfach in Richtung Apple schossen ….. Mal abwarten wann der Ball zurück kommt.