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Microsofts Cloud Strategie – Wolkig mit Aussicht auf Geldregen

Gestern um 14 Uhr Ortszeit, bzw.20 Uhr deutscher Zeit hat Microsoft erneut in San Francisco zu einer kleinen Pressekonferenz geladen. Thema des Events war die Cloud Strategie der Redmonder, die eine der neuen Säulen des Unternehmens ist und besonders in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird und schon jetzt für 4,4 Milliarden Dollar Umsatz sorgt. Zum einen hat der ehemalige Cloud-Chef und jetzt CEO Satya Nadella seine Ansichten zum Besten gegeben, um dann an Scott Guthrie, dem neuen Leiter der Cloud Sparte, abzugeben.

Was ist die Cloud und warum ist sie so wichtig?

Grundsätzliches Ziel einer (öffentlichen) Cloud ist das zentrale Bereitstellen von Rechenleistung und Speicher zu attraktiven Preisen mit der Möglichkeit Ressourcen schnell zu skalieren. Das bedeutet, dass ich, wenn ich mehr Leistung „mit einem Button-Click“ mir diese Leistung einfach nehme, anstatt erstmal karrenweise neue Hardware in den eigenen Serverraum zu schaffen. Hintergedanke ist das Ablösen von sogenannten „On Premise“ Rechenzentren, welche für Unternehmen unter Umständen in Implementierung und Betrieb teurer sein können, als das Anmieten von Know-How, Rechenleistung und Speicher. Besonders Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit können größere Cloud Dienstleister deutlich besser anbieten. In Zukunft wird der Stellenwert der Cloud weiter zunehmen, da sich für immer mehr Unternehmen immense Vorteile in Sachen Wirtschaftlichkeit und Flexibilität bieten. Für Microsoft bietet die Cloud somit extremes Potenzial für Einnahmen.

Die „Microsoft-Cloud“ in Zahlen und Fakten

Guthrie und Nadella haben einige Zahlen und Fakten zum bisherigen Erfolg der Microsoft Cloud veröffentlicht. Für viele externe Beobachter auf den ersten Blick verwunderlich ist zB, dass 20% der kompletten Azure Umgebung auf Linux läuft. Nadella sagte sogar, dass Microsoft Linux liebt und auch in Zukunft weiter darauf setzen wird. Dies wurde mit der Unterstützung der mittlerweile fünften Linux Distribution, die auf den Namen CoreOS hört, untermauert. Des Weiteren sollen 80% der „Fortune 500“ die Microsoft Cloud benutzen, wobei auf der anderen Seite 40% der Einnahmen von Azure von Startup-Unternehmen kommen. Microsoft ist also weit verbreitet von den größten bis hin zu den kleinsten Unternehmen. Hier ein paar weitere Zahlen:

  • Microsoft Azure hat in den letzten 12 Monaten über 300 neue Funktionen spendiert bekommen
  • Jede Woche melden sich 10.000 neue Kunden bei Azure an
  • Azure umfasst 1.200.000 Datenbanken mit insgesamt 30.000.000.000.000 (Trillionen) Objekten
  • Azure Active Directory umfasst 350 Millionen Benutzer
  • 2 Millionen Entwickler sind bei Visual Studio Online angemelde
  • Es gibt bislang 19 Azure Regionen auf der Erde, mehr als doppelt so viele Regionen als Amazon anbietet
  • Pro Region kommt man auf 600.000 Server
  • Microsoft ist einziges Cloud-Unternehmen, dass Führer in allen vier magischen Quadranten von Gartner ist (Amazon nur bei zweien, Google bei keinem)

Die Cloud-Philosophie von Microsoft

Generell möchte Microsoft mehr Produktivität, sowie neue Geschäftsmodelle und mehr Einsicht in Geschäftsprozesse bieten. Nadella spricht hier davon, dass Microsoft ein Unternehmen der Produktivität und der Plattformen sein soll, in einer Welt die von der Cloud und mobilen Geräten dominiert wird. Beispielsweise nannte er explizit Cortana als eine Plattform für die persönliche Produktivität.

Zudem will Microsoft das kompletteste Cloud Angebot anbieten und versucht das auf folgendem Wege:

Die Microsoft Cloud unterstützt

  • … jedes Gerät, egal ob Windows (Phone), iOS, Android, ChromeOS, Mac, Linux
  • … sehr viele Datenbanken (MS SQL, Oracle, IBM, Cassandra & co)
  • … jeden Entwickler (.NET, PHP, Java, Node.JS, Python)
  • … auch andere Cloud Umgebungen, wie SalesForce und Amazon Web Services

Insgesamt versucht Microsoft also den Einstieg in die Microsoft Cloud so einfach zu machen wie es geht und grenzt sich dabei nicht von der Konkurrenz ab, sondern integriert sich mit Ihnen.

Neue Veröffentlichungen

Azure G-Family V-Server

  • Neue Generation von virtuellen Maschinen, die maximal 32 CPU Kerne, 450 GB Ram und 6.5 TB lokalen SSD Speicher pro Maschine ermöglichen
  • Somit doppelt so groß wie die größte Maschine von Amazon und mehr als viermal so groß wie die größte Google Maschine

Premium Speicher

  • Mehr und schnellerer Speicher nutzbar, geringe Zugriffszeiten

CoreOS

  • Fünfte Linux Distribution die in Azure betrieben werden kann, mit vollem Business-Support

Azure Marketplace

  • Ein Store für Dienste in Azure

Cloud in a box

  • Hardware + Software Paket um die Cloud auch ins eigene Rechenzentrum zu holen, für eine hybride Cloud Umgebung

Das war es mit der kurzen Zusammenfassung der gestrigen Ereignisse für die Cloud. Wie gut seht ihr Microsoft aufgestellt, bei der harten Konkurrenz?

Bild-Quelle: Microsoft Azure

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zuckerthoben

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