EditorialExclusives

Warum Microsoft Windows 10 Mobile braucht (und nicht nur für Phones)

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Für mich als bekennenden Fan und Nutzer gab es nie einen Zweifel daran, dass Windows 10 Mobile eine Existenzberechtigung hat. Nach all den Negativschlagzeilen der letzten Zeit und der erkennbaren Unlust, mit der Microsoft zuweilen in seinem Smartphone-Geschäft agiert, fragt sich so mancher neutraler Beobachter aber, warum die Redmonder überhaupt noch an ihrer mobilen Plattform festhalten.

Der oft bemühte Hinweis, dass zu „One Windows“ quasi per Definition auch Smartphones gehören, ist zwar richtig, aber nicht wirklich entscheidend, solange kaum jemand Windows auf seinem Smartphone haben möchte. Nur um an einer Idee festzuhalten, wird Microsoft kaum riskieren, weitere Milliarden in den Sand zu setzen.

Eine überzeugendere Analyse war kürzlich bei unserem Kollegen DeathMetalMods zu lesen. Um seine Antwort zu verstehen, sollte man sich zunächst eine andere überraschende Tatsache klar machen. Die gefährlichsten Konkurrenten für Windows 10 – und damit meine ich nicht die Mobile, sondern die Desktop Version – heißen heutzutage nicht MacOS oder Linux, sondern iOS und Android (inklusive Chome OS, das bald sämtliche Android Apps untertsützen soll).

Während der PC Markt kontinuierlich schrumpft, sind Google und Apple dabei ihre mobilen Betriebssysteme – etwa durch verbesserte Multitaskingfähigkeiten – für die täglichen Produktivaufgaben zu rüsten und so die guten alten Desktop-Plattformen für die meisten Nutzer obsolet zu machen. Ironischerweise hat Microsoft selbst entscheidend zu dieser Entwicklung beigetragen, indem sie ihre Produktivanwendungen, insbesondere die Office Apps, auf die Konkurenzplattformen gebracht haben. Vor diesem Hintergrund hat ausgerechnet Windows-Guru Paul Thurrott jüngst prophezeit, dass Andoid und iOS kurz davor sind, den PC und mit ihm den „Windows Dino“ endgültig zu killen. 

Apple-iPad-Pro-KeyboardApple iPad Pro mit abnehmabrer Tastatur

Ein Vorbote dieses Showdowns ist meiner Meinung nach das iPad Pro, das Apple interessanterweise als iOS- und nicht als OSX-Gerät konzipiert hat. Der Tech-Riese aus Cupertino interpretiert das 2-in-1 Segment damit bewusst anders als Microsoft mit seiner Surface Reihe. Noch gilt es Vielen als entscheidender Vorteil, dass ein Windows-Convertible mit einem „vollwertigen“ Betriebssystem kommt. Wenn Tim Cook das iPad Pro als echten „PC-Ersatz“ anpreist, dann klingt das auch für mich noch nach dem üblichen, großkotzigen Apple-Geschwafel. Aber der Windows Vorteil könnte immer mehr zum Nachteil werden, je weiter mobile Apps und Cloud-Dienste die klassischen Desktop Programme ablösen. Erstens klafft auf Microsoft’s Plattform der berüchtigte App-Gap, der sich auf absehbare Zeit nicht komplett schließen lassen wird. Und zweitens werden die jungen, schlanken Mobile-Betriebssysteme für die Bedürfnisse des Durchschnittsusers effizienter sein, als ein vergleichsweise aufgeblähtes und ressourcenhungriges Desktop-OS, das den Ballast von 2 Jahrzehnten Legacy mit sich rumschleppen muss.

Ist „Mobile“ die Zukunft von Windows 10?

Microsofts Antwort auf die Konkurrenz von Google und Apple heißt: Windows 10. Aber die Zukunft von Windows 10 liegt auf lange Sicht womöglich nicht in der großen Desktop-Version, sondern der schlankeren Mobile und IoT (Internet of Things) SKU. DMM sieht in Windows 10 Mobile deshalb die Grundlage für ein „Windows light“, das in Zukunft auch jenseits der Formfaktoren Smartphone und Tablet mit Android und iOS konkurrieren könnte:

„Anwendungen in der Cloud, Office und Dateiverwaltung, mobile Arbeitsplätze: Für all das ist Windows 10 mittlerweile einfach völlig oversized.

Derzeit mag Windows 10 Mobile in unseren Köpfen noch maßgeblich mit Smartphones gleichgesetzt werden, aber Microsoft dürfte das aktuell lediglich als Testwiese betrachten, um dem System ein bisschen Real-Life-Erfahrung zu gönnen. Tatsächlich aber könnte Microsoft in Window 10 Mobile längst den Nachfolger seines Hauptsystems sehen.“

Mit der nächsten Windows 10 Version (dem sogenannten Anniversary Update) gibt es bereits eine Entwicklung, die diese These stützt. Bislang galt im Windows 10 Universum noch die strikte Vorgabe: Windows 10 Mobile für Geräte bis 8 Zoll Bildschirmdiagonale, Windows 10 Desktop für alles Größere. Mit dem Anniversary Update wird diese Trennung aber schon ein Stück weit aufgeweicht, Windows 10 Mobile unterstützt dann Displays bis 9 Zoll Bilddiagonale. Ich halte es für durchaus denkbar, dass wir bald auch 2-in-1 Geräte, günstige Netbooks, oder völlig neue Gerätekategorien mit der Windows 10 Mobile SKU sehen werden. Das Continuum Feature zeigt ja eindrucksvoll, was Windows 10 Mobile als „PC Ersatz“ schon heute leisten kann. Ich habe aber bereits in einem anderem Zusammenhang spekuliert, dass das Smartphone als zentrale CPU nur eine Übergangslösung sein dürfte.

Microsoft-Display-Dock-Continuum

Wenn euch die Story vom „Windows light“ nur allzu bekannt vorkommt, dann steht ihr nicht alleine da. Paul Thurrott hat es in seinem letzten Windows Weekly Podcast sehr gut auf den Punkt gebracht:

„Windows 10 Mobile ist das, was Windows RT einst werden sollte“.

Das klingt wie ein böses Omen, muss es aber nicht sein. Rückblickend war Windows RT konzeptuell vollkommen richtig, kam aber, wie so viele Microsoft Innovationen, zu früh und zu halbgar. Mit der neuen, universellen App-Plattform, dem einheitlichen Windows 10 Branding und der Unterstützung von Intel und ARM Prozessoren könnte der Plan eines schlankeren, effizienteren Ablegers des Desktop-OS diesmal aufgehen.

Als alter WP-Fan hoffe ich den nächsten 1-2 Jahren zunächst einmal auf neue, attraktive Windows Phones. Wenn wir verstehen wollen, warum Windows 10 Mobile langfristig eine Zukunft hat, müssen wir uns aber daran gewöhnen, über das Smartphone hinaus denken.


Quellen: DeathMetalMods.de, Thurrott.com

 

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sektor500
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Guter Artikel! Nur: Microsoft hat nicht allzu viel Zeit dies umzusetzen und an den „Mann“ zu bringen.

getreidekuchen24
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Microsoft könnte sich auch einen riesigen, ja fast unüberwindbaren, sprung nach vorne versetzen in dem sie noch mehr Energie in Office stecken und dieses dann nicht mehr oder nur eingeschränkt auf den anderen Plattformen zur verfügung stellt. Produktiv ohne die Office Suite wird nämlich schwer.

Ancarias
Mitglied

Wie kommst Du darauf, dass Microsoft nicht mehr viel Zeit hat. Es wird noch dauern bis Android und iOS wirklich soweit sind, dass man damit produktiv arbeiten kann. Und dann werden die wenigsten auf die überteuerten Apple Geräte umsteigen oder sich so etwas unsicheres wie Android ins Haus holen. Und wenn doch, dann kommt das böse Erwachen sicherlich sehr schnell. Microsoft arbeitet schon seit einiger Zeit an der Zukunft, wo hingegen die Bewerber erstmal im Heute ankommen müssen.

Olaf
Gast
Olaf

hast Du dir schon einmal RemixOS angesehen, dann weißt Du das Microsoft nicht mehr so viel Zeit bleibt….Es ist ein komplettes Desktopsystem, mit Store, auf dem (trotz Beta Status) alle Android Apps laufen. Ich hab es seit einem halben Jahr als Zweitsystem auf einem älteren Netbook installiert. Startzeit, dauert wie früher….aber dann….sieht Windows 10 verdammt ähnlich…..samt Notification Bar rechts…..links statt dem Windows logo, das Remix logo für alle Programme…..komplett über Maus und Tastatur steuerbar. Ich glaube die Touchfunktion wird erst später implementiert. Chromebooks sind nach meinem Geschmack ein Scheiß dagegen ….sorry. Aber ich glaube das wird ein richtig gutes System.… Weiterlesen »

wp78de
Gast
wp78de

RemixOx hatte ich zufällig gestern geladen. Vom Leistungsumfang sicher nicht vergleichbar mit Windows, aber durch die geringeren Kosten pro Einheit/Wartung/Google-Docs-Lizenz für Büroarbeit insb. mit webbasierten Anwendungen durchaus ein ernstzunehmendes Produkt.

sektor500
Mitglied

Sagen wir mal so: die Zeit oder auch der Zeitpunkt spielt eine große Rolle für den jeweiligen Kunden (Einzelkunde oder Großkonzern) – ob eben ein Produkt ausgereift zur Verfügung steht oder nicht. Ist man zu früh dran, wandert das Produkt womöglich in der Tonne, kommt man zu spät … na du weißt schon. Es geht im Moment um ein paar sehr große Ausschreibungen in D – mehr darf ich hier nicht mitteilen.

lachsack
Gast

Auf Sicherheit achtet leider keiner mehr oder warum haben so viele leute jetzt schob android auf ihrem handy?

TheGamer7090
Mitglied

Die mit android kaufen sich des immer weil da tausende Spiele sind di fast eh keiner benutzt und weil es die anderen freunden auch haben bei apple genauso nur bei apple sagen die immer ich will mir des teuerste handy kaufen weil dass einfach geil ist und so obwohl dass einfach nur ein Handy ist und die Sicherheit wie du gesagt hast interessiert eh niemand mehr alle sagen sowas kann nicht passieren dass ein hacker oder so kommt auf so ein teueren handy ?

forrest
Mitglied

Satzzeichen sind manchmal von Vorteil.

Tommy
Gast
Tommy

Da hast du völlig recht. Es kauft doch auch heute kaum einer die überteuerten IPhones von Apple. Die wären dich froh, wenn sie wie MS 2,7 Mio. Geräte in nur 3 Monaten weltweit verkaufen würden

Hirsch71
Mitglied

+1

jeff666
Mitglied

Sehe ich völlig anders: Ich denke, dass das Ziel bei Microsoft seien soll alle Geräte mit einem System laufen zu lassen. Schrankenlos. D.h. wäre es logisch, dass Smartphones wie Desktop PCs auf x86 arbeiten. (sorry für mein schlechtes Deutsch – bin kein nativer Sprachler!)

knudknud3
Mitglied

Smartphones wie Desktop PCs auf x86 arbeiten – dann bin ich dabei – sonst nicht.

getreidekuchen24
Mitglied

Gibt deutsche, die schlimmer schreiben ?

Fuchur
Mitglied

Dafür aber sehr gut formuliert. Ich hätte es nicht gemerkt :). Ich halte beide Ansätze für mögliche Szenarien. X86 auf smsrtphones braucht aber einen sprung in der akku Technologie (ja da gibt es durchaus interessante forschungsansaetze, aber dauert noch)

lachsack
Gast

Ja denn x86 zieht momentan zu viel strom aber in absehbarer Zeit wird das das ziel sein

Scaver
Mitglied

Weniger die Akku wie die CPU Technologie müssten hier optimiert werden. Weniger Watt und damit weniger Strom und damit auch weniger Wärmeentwicklung ist möglich… aber teuer. Daher wird es bisher nicht gemacht! Die Möglichkeit gibt es schon. Das optimal umzusetzen wäre nur der Kackpunkt.
Bei Akkus müsste aber was ganz neues her. Die aktuellen Akkus kann man nicht mehr optimieren, da ist zu über 95% alles ausgeschöpft und der Rest unwirtschaftlich und würde eh das Problem nicht lösen.

getreidekuchen24
Mitglied

Wo wir gerade bei nicht deutsch Muttersprachlern sind: Es heißt „als“ und nicht „wie“.

Das ist komplett falsch und dafür hättest du, in der Schule, eine 6 bekommen.

knudknud3
Mitglied

Det tyske sprog er for udlændinge et svært sprog.
Deutsch zu lesen ist (fast) leicht zu verstehen.
Deutsch zu schreiben – Mann oh man.
„Mann oh Mann“ oder „Man oh man“ oder „Mann oh man“ oder „Mannomann“ oder „Manoman“ oder wie auch immer?
Deutsch zu sprechen – Ach, du lieber Augustin….

Ancarias
Mitglied

Sehr guter Artikel, der die Sache auf den Punkt bringt. Ich denke dabei auch an den Satz von Nadella, dass das Smartphone nicht das zentrale Gerät in der Microsoft Strategie ist. Wobei dieser Satz ja für sehr viel Aufregung gesorgt hat.

mw
Mitglied

Ich glaube kaum, dass iOS/Android einen vollständigen Rechner ersetzen können. Dafür ist man ohne ein PC System zu eingeschränkt. Selbst, wenn man mittlerweile immerhin Office nutzen kann, wer arbeitet denn lieber an einem iPad statt am Monitor mit Maus und Tastatur? Für Gaming, Professionelle Bild und Videobearbeitung, Entwicklung, etc. ist ein PC unverzichtbar, und diese Zielgruppe ist für einen Umschwung viel zu groß.

Eissphinx
Gast
Eissphinx

Natürlich können Chromebooks irgendwelche speziell
hochgezüchteten PC’s für spezielle Aufgaben (noch) nicht ersetzen.
Es geht aber um die Masse der Anwender(besonders die Jüngeren).
Und für die reicht ein Chromebook völlig aus.Denn wenn man sich
mal bei Google die Angebote für Chromebooks anschaut:

https://www.google.de/search?hl=de&q=q%3DAcer+Chromebook&tbm=shop&source=pshome-c-0-5&sa=X&ved=0ahUKEwjF9dvb_JDNAhWqJJoKHdwkDHgQ8D8IFw#hl=de&tbm=shop&q=Acer+Chromebook

Das sind Geräte, die einen normalen Notebook, für normale Aufgaben
problemlos ersetzen können. Auch nicht zwangsläufig auf eine
Intenetverbindung angewiesen sind, sondern rein lokal arbeiten können
Unterschätzen sollte man Chromebooks also auf keinen Fall(ihr Erfolg in den USA kommt nicht von ungefähr). Chromebooks sind nämlich
längst weiter entwickelt, als viele überhaupt ahnen.

Happy WP Fan
Mitglied

Sehe ich auch so. Dazu gehört einiges mehr als ihre Apps und Office zu nutzen

TobyStgt
Mitglied

Guter Artikel. Aber dennoch muss Microsoft dir Zeit dafür mit sehr attraktiver Hardware (bewusst neutral formuliert) befeuern. Denn sonst bleibt das Schicksal das gleiche wie bei RT, also Problem ist und bleibt der App-Gap!

Mr.Smith
Gast
Mr.Smith

Wenn wir bei Windows 10 Mobile nicht nur an die Phones denken, sondern beispiel an Tablets u.s.w, könnte der App Gap auch weniger werden, wenn die Tablets mit W10M gut verkauft.

WinSchizo
Mitglied

Nur noch Traumtänzer unterwegs. Man kann mit Android und Appel produktiv arbeiten. Besser wie mit einem Lumia das immer ausgeht oder das Display Spint. Surface ist ein kleiner Achtungserfolg. Mehr aber auch nicht. Schön gerede und huhu wir packen das, halten die Windows Community bei laune. Wenn man andere zahlen liest und anderen Analysten wird der markt von 2 in 1 extrem überschätzt. Microsoft brauch kein Lumia. Habe ich schon vor einem Jahr gesagt. Microsoft ist auf allen wichtigen Plattformen vertreten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außer, hört auf euch eure Welt zurecht zu legen wie man es… Weiterlesen »

Scaver
Mitglied

Mein Lumia ging noch nie aus und auch das Display hat noch nie Probleme gemacht. Surface hat eine neue Sparte (2-in-1) geschaffen und dominiert diese aktuell Konkurrenzlos! Was Apple da an „Konkurrenz“ raus bringt, spricht doch nur die Fanboys an, die zu viel Geld haben. Kein Professionell setzt aktuell auf etwas anderes im 2-in-1 Bereich! Und du musst 2 Märkte unterscheiden, Customer und Business/Professional. Im Customer ist 2-in-1 echt nicht so der Renner, aber auch nie dafür gemacht! Gedacht ist es für den Business/Professional Bereich und da hat es einen immensen Erfolg aktuell. Und schon immer wurde das große Geld… Weiterlesen »

Scaver
Mitglied

Ich glaube, dass Du im beschränkten Rahmen recht hast. Doch ein vollwertiger Ersatz für einen Gaming PC, zur Bild- Video- oder Tonbearbeitung. Nicht in den nächsten 20 Jahren! Denn so lange wird es noch dauern, bis ARM auf dem selben Niveau sind, wie heute aktuelle CPUs ala i7 und Co. Für den 08/15 Nutzer und Arbeitsplätze, wo mehr als Google und Office eh nicht laufen, da wird es sicher so kommen wie Du es beschreibst und zwar recht schnell. Bei mir auf Arbeit ist es ja sogar jetzt schon so. Thin Client und ALLES läuft per Stream auf den Servern,… Weiterlesen »

Scaver
Mitglied

Edit (da am PC ja kein Edit Button):
Generell glaube ich auch, dass MS auf kurz oder lang Windows 10 Mobile wieder abschaffen wird und das „One Windows“ die Desktop Version übernehmen wird.

Ggf. wird hier der Legacy Support mit größerer Verbreitung von Windows 10 dann mal stark beschnitten. Wäre nur zu wünschen!

Heinz
Gast
Heinz

Ich nehme mal die Situation in meinem Betrieb: 2/3 arbeiten jetzt schon an Termimals, da hängen ganz kleine Kisten mit Atom irgendwas dran die unter Linux laufen. Der Rest hat ein Laptop. Unsere Linux-affinen Admins würden mit Freude alles auf Linux umstellen und auch der große Teil der Mitarbeiter würde problemlos den Umstieg mitmachen (der Rest meckert sowieso immer, egal was passiert), allerdings gibt es eben ein paar Anwendungen die für uns essentiell sind und nicht mit z.B. Wine auf Linux abbildbar sind, d.h. egal ob das neue OS Windows mobile/light/thin heißen würde, wenn die Anwendungen nicht laufen wird auch… Weiterlesen »

mw
Mitglied

Dass Microsoft nichts dafür tut stimmt nicht, sie versuchen alles mögliche, um Entwickler dazu zu animieren UWP Apps (Mobile/light) zu entwickeln. Zum einen Windows Bridge for iOS, mit der man Objective C Apps einfach in die Universal Plattform bringen kann, aber auch umgekehrt (Xamarin.Forms), außerdem ist die Entwicklung von UWP Apps deutlich einfacher als z.B. von Android Apps. Nicht zu vergessen ist dieses neue Projekt, das Win32 Programme in den Store bringen soll. Microsoft arbeitet also hart daran, dass Apps entwickelt werden, auch wenn der Erfolg nicht direkt spürbar ist.

Olaf
Gast
Olaf

findest Du wirklich, das Microsoft die beziehungen zu den Entwicklern pflegt…..ich erinnere nur mal an die groß beworbene Android Bridge. Da haben sich Entwickler beworben und Microsoft hat sich gut ein halbes Jahr nicht mehr gemeldet, überall war zu lesen das das Projekt wohl eingestampft wird und dann wurde eine ganze zeit später das Projekt eingestampft. Von solchen Geschichten gibt es einige zu erzählen. Ich glaube Microsoft täte gut daran, seine kommunikation zu überdenken und Änderungen in der Strategie besser zu kommunizieren. Ich bin sicher, das es mit mehr Verläßlichkeit, auch mehr Entwickler gäbe. Und Win32 Programme in den Store… Weiterlesen »

bruzzel
Mitglied

Die ganze Technik- oder Geräte-Argumentation greift zu kurz. Die Internetkonzerne Apple, Google und Microsoft setzen auf die Verwendung der Daten, die wir alle mobil erzeugen: Profile, Bewegung, Einkäufe, Bezahlvorgänge, … Warum verzichtet Apple auf Provision beim mobile payment über ihre Smartphones? Weil die zukünftigen Verbraucherdaten viel wertvoller sind. Auswerten über BigData, personengenaue Werbung liefern, online-Käufe vermitteln, vorausberechnen, wann ich was kaufe und individuellen Preis berechnen, darauf läuft das hinaus. Egal, welches Display, oder welcher Prozessor oder welche App fehlt. Um HIER im Markt zu bleiben braucht MS das W10mobile.

hedgejus
Mitglied

Microsoft will auf 1 Milliarde Windows 10 (mobile) Verkäufe kommen… liegt derzeit, wo noch kostenlos, bei 300 Millionen. Schluss mit kostenlos ist Ende Juli. Bis dahin sind’s dann vielleicht 350 Millionen. Der Großteil davon sind Updates auf Altgeräten von Windows < 10 auf Windows 10. Fehlen noch 650 Millionen. Die werden wohl aus dem Business dazu stoßen. Schätze, zusammengerechnet mit den Windows 7 Usern gibt es dann ca. 1 Milliarde Desktop-User gegenüber ca. 500 Millionen Modern-UI Usern. Ich denke, die Verdrängung des PC durch ARM-Geräte der Konkurrenz spielt sich überwiegend im privaten Bereich ab und hat seinen Höhepunkt noch nicht… Weiterlesen »

hedgejus
Mitglied

Der beste Artikel seit langem ?

Arcomann
Mitglied

So soll es werden, ich warte so sehr darauf. Es ist auch kein Problem wenn da noch ein oder zwei Jahre ins Land gehen. Es ist eine Entwicklung von der wir heute noch träumen, aber die Perspektive ist grossartig. Irgendwann lässt uns Cortana mit dem Irisscanner in die Wohnung. Guten Tag Horst, wie war deine Arbeit. Möchtest du einen Kaffee oder erst duschen? Das wird großartig, mir gefällt die Aussicht. Mir ist es vollkommen egal was Apple oder Google machen. Mein Windows wird in meiner Welt funktionieren. Also auf ins Insider Programm und testen.