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Microsoft öffnet das Tor der „Garage“ und gibt Einblicke in seine wichtige Bastelstube

Garage

Die Microsoft Garage, für die Mitarbeiter des Softwarekonzerns eine Art Bastelstube, entsprang 2009 eigentlich aus dem Mangel an Experementiermöglichkeiten für die Microsoft-Mitarbeiter. Während Google oder Pixar schon längst Experementierlabore hatten, befand sich das damals sehr starre Microsoft noch in seiner „Grauen Vergangenheit“. Mittlerweile ist die Garage jedoch längst nicht mehr nur irgendein Ort auf dem Microsoft Campus, sondern auch eine Art neue Start-Up-typische Unternehmensphilosophie geworden, die es ermöglicht, Ideen, die zunächst erstmal völlig nutzlos oder nicht praktikabel erscheinen, weiter zu denken und nicht an finanziellen Mitteln Scheitern zu lassen.

Heute hat Microsoft uns Außenstehenden deutlich mehr Einblick in seine Bastlerstube gewährt und nachdem man das Garagentor hochgefahren hat, zeigen sich einige wirklich interessante und faszinierende Details. In einer Analyse über den Nutzen und Stellenwert der Garage für das Unternehmen und einem Interview auf der Microsoft Stories Seite verrät Microsoft dabei folgendes:

Seit der Geburt der Garage waren bereits über 3000 Angestellte in dem Gebäude kreativ aktiv und haben sage und schreibe 10.000 Projekte fertiggestellt. Hier ist vom unten zu sehenden Metallvulkan Mt. St. Awesome, der Kinect-kontrollierte Feuerbälle abfeuern kann (okay, hier konnte ich mir das Lachen auch nicht verkneifen, aber hey – wie cool ist das denn?), über ein mittlerweile von 40.000 Microsoft-Mitarbeitern genutztes Code-Review Programm namens „Codeflow“ (dessen Idee übrigens nach ein paar Bier entwickelt wurde), bis hin zu verbesserten Business-Tools wie den „Bing Keyword Distribution Graph“ alles dabei.

metalvolcano

„It’s a sort of preserve – an open space where people can find their wonder and creativity. Microsoft needs The Garage like New York City needs Central Park“
– Ben Gilbert, Programming Manager

Obige Beispiele zeigen zwar, dass nicht immer sofort ersichtlich ist, wofür die Projekte wirklich gut sind. Doch es gehe viel mehr darum, mit dem Konzept einer Bastelstube Innovationen zu fördern, um in der Zukunft weiter innovativ und erfolgreich zu sein. Auch ist es für das Unternehmen wichtig, manchmal folgenreiche Fehlentscheidungen a la Surface RT zu treffen, die ein Loch in die Finanzen reißen. Denn solange man damit auch nur einige Menschen bereichert, ist es es wert, aus den gemachten Fehlern zu lernen. Je mehr Fehler, desto größer der Lerneffekt – das sollte jedem einleuchten.

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„If it never makes a billion-dollar product, and all it does is make people happy and meet other people in the company, then that’s success. If it generates a product, great. If it generates a new feature for a product, great. But even if it is just a morale booster, it’s still worth doing“

Noch dazu geht es bei der Microsoft Garage also darum, junge Talente anzuwerben und zu fördern, sie zu inspirieren und ihnen gute Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Dass diese Idee aufgeht, haben schon andere Unternehmen wie Amazon, Google oder Apple bewiesen, die allesamt in einer solchen Garage gegründet wurden. Gerade deswegen hat für Microsoft das, was nach außen zunächst einmal nach nicht mehr als einer Bastelstube aussieht, durchaus große Bedeutung.

Zum Abschluss fasst es dieses Zitat wohl am besten zusammen:

„The Garage shows that Microsoft isn’t a big old machine with no Soul.“


via WinBeta, Bildquelle: Microsoft


 

Was meint ihr zu den Projekten, die aus der Microsoft Garage entsprungen sind? Sind sie sinnvoll und bringen Micrsosoft voran? Und ist das vielleicht ein weiteres Indiz, dass Microsoft wieder cool ist? Lasst eure Meinung in den Kommentaren da!

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Der Autor

Nils

Nils

Student der Mathematik. Ehrgeizig. Nebenbei Blogger. Windows Fan. Widmet sich vor allem seiner Vorliebe, den Podcasts und Hands-On Videos.

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