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Microsoft bricht sein Schweigen und unterstützt Apple im „Kampf“ gegen das FBI

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Die meisten werden über den Fall irgendwo bereits etwas gelesen haben. Es geht um das iPhone des mutmasslichen Attentäters von San Bernardino, der im Dezember mit einer Komplizin 14 Menschen getötet haben soll.

Die amerikanische Bundespolizei vermutet wichtige Daten zu der Tat auf dem Gerät, kommt aber wegen der Sicherung mit einem Code nicht an die Informationen heran. Der Fall schürt inzwischen eine Grundsatzdebatte über Rolle und Schutz moderner Kommunikationsmittel bei der Verbrechensbekämpfung.

Ein Gericht verdonnerte Apple dazu, dem FBI beim Entsperren des Sicherheitscodes des iPhones zu helfen und eine Software zu programmieren, mit welcher man an diese Daten kommt. Apple hat offiziell Einspruch erhoben und weigert sich, der richterlichen Anordnung Folge zu leisten. Tim Cook meinte dazu folgendes:

„Das würde einen Präzedenzfall schaffen, der nach meiner Überzeugung vielen Amerikanern missfallen würde“

Techniker von Apple hätten dem FBI in dem konkreten Fall bereits beratend zur Seite gestanden. Die Ermittler hätten aber schliesslich gebeten, eine Software zu schreiben, die Apple als eine Art „Krebs betrachtet“ – wird Cook zitiert. Die Sorge von Apple ist nicht unbegründet. So hat doch genau jenes Unternehmen aus Cupertino vor noch nicht allzu langer Zeit verkündet, dass sie keinen Zugang zu diesen Daten hätten.

Die Chefs von Facebook, Twitter und Google stellen sich hinter Apple. Und was macht Microsoft? Bis vor kurzem äusserte man sich nicht offiziell zu dem Fall. Einzig von Bill Gates war etwas in dem Zusammenhang zu lesen, der sich quasi zwischen Apple und das FBI stellt. Er sehe darin keinen Präzedenzfall, der in Zukunft die Privatsphäre gefährden würde, sagte Gates in einem Interview mit der „Financial Times“ von Dienstag. „Das ist ein konkreter Fall, in dem die Regierung nach Zugang zu Informationen fragt.“ wird er zitiert.

Anders, als Gates, gesellt sich nun auch Microsoft zur obenstehenden Gruppe. Microsofts President und Chief Legal Officer Brad Smith bekräftigte Apples Ansicht, dass dieser Fall schwerwiegende Folgen für andere und künftige Fälle dieser Art hätte.

Nach dem Fall mit der grossangelegten Überwachung der NSA, der vor ein paar Jahren von Edward Snowden aufgedeckt wurde, setzten viele Tech-Firmen, inklusive Microsoft, die Prioritäten auf die Sicherheit ihrer Nutzer und deren Privatsphäre. Microsoft beispielsweise hat angekündigt, dass künftig lokale Clouds zum Einsatz kommen werden und die Kundendaten aus Deutschland so beispielsweise auch in Deutschlang gelagert sein werden. Geräte mit Windows 10 Mobile können zudem die Bitlocker-Verschlüsselung aktivieren, für den Fall, dass das Gerät in falsche Hände gerät.


Via Bloomberg

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Markus
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Markus

Also ich weiß von Behörden das jedes Smartphone innerhalb weniger minuten ausgelesen werden kann wenn man physischen Zugriff dazu hat. Apple und Android haben am wenigsten Schutz. RIM noch den stärksten und MS kommt naha an RIM ran. Zitat aus einer Party Geheimdienste: Frage: Warum sehe ich hier keine iPhones und Android Geräte sondern fast ausschließtlich Blackberrys und ein paar Windows Phones? Antwort: Weil wir uns ja nicht selbst an den Karren pissen wollen. unterm Strich „wir nutzen das was für die anderen auch die größtmögliche Hürde darstellt.“ und das Betrifft auch nicht nur die International operierende US Geheimdienste sondern… Weiterlesen »

Luk
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Muss mich da Bill Gates anschließen. Dies ist ein nachvollziehbarer Einzelfall bei dem ein unabhängiges Gericht entschieden hat! Ich sehe keinen Grund warum Apple den Behörden nicht helfen sollte. So benutzen sie ein schweres Verbrechen für Marketing. Ist quasi ein schlag in die Fresse der Opfer. Und ob Apple eine Software besitzt um ihre eigenen Gerate zu knacken oder ob sie „nur“ wissen wie man sie sich programmiert ist doch das selbe…..