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Intel Go: Supercomputer für Autos präsentiert

Intel GoWir berichteten heute bereits darüber, dass der Chiphersteller Intel 15% Anteil von HERE erwerben möchte. Nun hat Intel auf der CES einen Supercomputer namens „Go“ vorgestellt. Die Go-Systeme sollen zukünftig in Autos verbaut werden.

Bereits jetzt besteht in Autos ein enormer Bedarf an Rechenleistung, denn die zahlreichen Sensoren für die Hilfssysteme liefern eine Vielzahl an Daten, die möglichst schnell verarbeitet werden müssen. In Zukunft, wenn Autos autonom fahren sollen, wird noch mehr Rechenleistung benötigt, denn die Autos müssen auf äußere Einflüsse nahezu in Echtzeit reagieren.

Aus diesem Grund präsentierte Intel das GO-System. In der Box finden bis zu 28 Xeon-Prozessoren ihren Platz, um aus den Daten der Sensoren in extremer Geschwindigkeit das richtige Verhalten zu berechnen. Der Automobilhersteller BMW möchte zur Erprobung rund 40 selbst fahrende Autos auf die Straßen schicken, in denen Go als Basiseinheit der Bordelektronik verbaut wird.

Konkurrenz zu Nvidia

Nvidia hat mit dem Drive PX 2 ein vergleichbares Modul im Sortiment, in dem allerdings nur zwölf Prozessoren und zwei Pascal-Grafikchips verbaut sind. Das Angebot von Intel dürfte hingegen für die Konzepte vieler Autohersteller interessanter sein, denn der CPU Hersteller aus Kalifornien produziert selbst auch Mobilfunkmodems, sodass auch die Option bestehe, die Go-Systeme wahlweise mit einer 5G-Mobilfunkanbindung zu bestellen. Diese sind allerdings aufgrund des Mangels an einer entsprechenden Netzinfrastruktur noch nicht einsatzfähig. Bis Autos serienmäßig mit Go ausgestattet sind, werden auch 5G-Netze in Betrieb genommen worden sein.

Es könnte gut sein das „Go“ und die damit verbundene Positionierung im Automobil Sektor der Grund ist, warum Intel Anteile von HERE erwerben möchte.


Via winfuture

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Hannes Lüer

Hannes Lüer

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KissineueinsteigerMathefreakwernerfrankLuk Recent comment authors
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thomas.g.8235
Mitglied

Das nenn ich mal Rechenleistung. Da kann wirklich einiges in Sekundenschnelle berechnet werden.

turbolizer
Mitglied

Da glaubt man, Intel ist wegen dem Deal Microsoft-Qualcomm mobil weg vom Fenster, da ziehen die so eine mobile Rechenpower aus dem Ärmel. Damit dürfte auch Intels Zukunft gesichert sein. Und Microsoft wird sicher auch davon profitieren. Ich sehe schon, ich werde bald mehr Zeit im Auto verbringen. Smart Car wäre doch schon mal ein Name, den man sich ganz schnell schützen sollte. Oder gibt es den schon?

dichterDichter
Mitglied

Ich muss dabei an das spiel watchdogs denken bei dem ich jedes auto fernsteuern kann.

Luk
Gast
Luk

28 Kerne oder wirklich Prozessoren? Denn wenn es wirklich 28 Prozessoren sind wären das ja bestimmt 20000€ was das Ding kostet.

Kissi
Mitglied

Ein Kern ist immer ein kompletter Prozessor. Wenn sich mehrere Prozessoren ein Prozessorgehäuse teilen, spricht man bei den einzelnen Prozessoren von Kernen.

wernerfrank
Mitglied

…hoffentlich fahren die Kisten bei einer Cyberattacke alle nur in den Graben!

Mathefreak
Mitglied

Nicht nur, was meinen Sie warum sich viele autofahrer dagegen auflehnen, das fahren einer KI zu überlassen. Vollkommen verständlich, da man nie sicher sein kann, wie reagiert es in folgender situation oder vielleicht dass gefühl zu haben, die kontrolle über etwas verloren zu haben, was so schnell sehr tödlich enden kann. Ich sehe der Sache etwas suspekt entgegen, habe verständnis für den fortschritt aber doch habe ich etwas dagegen, dass mir etwas die kontrolle entreißt, was ich nicht kenne oder beurteilen kann.

DonDoneone
Mitglied

Ich sag mal so.. Ich bin einer, der, wenn er Beifahrer ist, seinem Fahrer kaum traut u sich ständig an einem Griff festhält ?
Da ginge es mir bei einem selbstfahrendem Auto bestimmt noch schlechter..