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Facebook Datenskandal: Zuckerberg Entschuldigung und Folgen

Facebook hat für eine massive Empörungswelle gesorgt als bekannt wurde, dass das Unternehmen von Mark Zuckerberg der Firma Cambridge Analytica Zugang zu bestimmten APIs gewährte und damit Zugriff auf empfindliche Nutzerinformationen erlaubte. Die Kritik wuchs in den letzten Stunden weiter an, weil Facebook nicht einmal die obligatorische öffentliche Entschuldigung für diesen Vertrauensbruch verlauten ließ.

Nun hat Facebook doch noch das Wort ergriffen:

Zuerst werden wir alle Apps untersuchen, die Zugriff auf große Mengen an Informationen hatten, bevor wir unsere Plattform änderten, um den Datenzugriff 2014 drastisch zu reduzieren. Außerdem werden wir eine vollständige Prüfung aller Apps mit verdächtigen Aktivitäten durchführen. Wir werden alle Entwickler von unserer Plattform ausschließen, die einer gründlichen Prüfung nicht zustimmen. Und wenn wir Entwickler finden, die persönlich identifizierbare Informationen missbraucht haben, werden wir sie verbieten und allen mitteilen, die von diesen Apps betroffen sind. Dazu gehören Menschen, deren Daten Kogan auch hier missbraucht hat.

Zweitens werden wir den Datenzugriff der Entwickler noch weiter einschränken, um anderen Arten von Missbrauch vorzubeugen. Zum Beispiel werden wir den Zugriff von Entwicklern auf Ihre Daten entfernen, wenn Sie ihre App nicht innerhalb von drei Monaten genutzt haben. Wir reduzieren die Daten, die Sie einer App bei der Anmeldung geben – nur auf Ihren Namen, Ihr Profilfoto und Ihre E-Mail-Adresse. Wir verlangen von den Entwicklern, dass sie nicht nur eine Genehmigung erhalten, sondern auch einen Vertrag unterzeichnen, um jemanden um Zugang zu seinen Posts oder anderen privaten Daten zu bitten. Und wir werden in den nächsten Tagen noch mehr Änderungen vornehmen.

Drittens möchten wir sicherstellen, dass Sie wissen, welchen Apps Sie Zugriff auf Ihre Daten gewährt haben. Im nächsten Monat zeigen wir allen Nutzern ein Tool oben in Ihrem News-Feed mit den von Ihnen verwendeten Apps und eine einfache Möglichkeit, die Berechtigungen dieser Apps für Ihre Daten zu widerrufen. Wir haben bereits ein Tool, um dies in Ihren Datenschutzeinstellungen zu tun, und jetzt stellen wir dieses Tool an die Spitze Ihres News Feeds, um sicherzustellen, dass jeder es sieht.

Kurzgesagt: Facebook will der ganzen Sache auf den Grund gehen und zieht erste Konsequenzen indem Entwickler weniger Zugriff auf Daten erhalten. Klassischer PR-Zug. Ein Tool soll ausserdem mehr Transparenz bieten und einen Einblick in die verwendeten Nutzerdaten erlauben – schauen wir mal, ne?

Es sollte mittlerweile jedem klar sein, dass Facebook, Google und viele weitere Onlinedienste und Privatsphäre sich ausschließen. Facebook verdient mit den Daten der Nutzer eine Menge Geld und hat, zumindest bis jetzt, diese Daten auch für eine Menge Geld Drittfirmen zur Verfügung gestellt.

 

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Leonard Klint

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lucyfairWebsterKurt Rothahoiiiiiiiidroda Recent comment authors
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matcho782
Mitglied

Ich bekomm nix von Facebook .. Weil in ist , wer nicht drin ist ..und das ist auch gut so .. Aber leider gehts halt mit google amazon und co nicht ganz so einfach .. Und ich denke, viel anders ist das ganze datensammeln und verwerten der nuzerdaten auch nicht .. Hier sollte die politik langsam die regeln verschärfen ..aber eine krähe hackt der anderen bekanntlich nicht das auge aus

Kurt Roth
Gast
Kurt Roth

Natürlich ist es schwierig, sich von Datenkraken fern zu halten, aber es ist möglich. Anstelle von Google kann man zum Beispiel ddg als Suchmaschine verwenden, anstellen von WhatsApp Threema als Messenger und Amazon sollte man sowieso meiden. Anstelle von Amazon sollte man lokale Unternehmen unterstützen und immer im Kopf behalten, wie Amazon seine Angestellten behandelt (auch in Deutschland immer wieder in der Kritik, ganz zu schweigen von den USA).
Drei sehr kleine Schritte um deine Daten zu schützen. Wenn man sich ein bisschen einliest, kann man einiges mehr tun. Man muss es nur wollen.

RadioCrack
Mitglied

Immer der Ruf nach der Politik. Wir sind kündige Bürger. Wenn ich bei Facebook bin, muß ich damit rechnen, daß Daten weitergegeben werden. Wer das nicht will, der darf sowas einfach nicht nutzen. Weil: Isso…
Warum will man Bargeld abschaffen? Weil die unsere Daten wollen!

Freudi77
Mitglied

100%tige Zustimmung! Das Hirn wird Stück für Stück zum nutzlosen Fett Gewebe umerzogen 🤯

Webster
Mitglied

Kann ich leider nicht zustimmen. Heute braucht man für fast jedes produkt was man auf den markt bringt eine Zulassung. Warum nicht für sowas? Das problem geht schon los wenn ein produkt wie facebook auf den markt kommt. Am anfang weis man meistens nicht was genau dahinter steckt. Wenn ein neues auto in Deutschland auf den markt will, muss es auch gewisse auflagen erfüllen. Werden die auflagen nicht erfüllt, kommt es nicht auf den markt. Das selbe sollte auch für die it branche zählen. Aber nein hier nehmen wir einfach hin was die machen. Und wenn ich mich heute über… Weiterlesen »

Freudi77
Mitglied

Der Mensch handelt nur noch, und denkt nicht nach! Ich hinterlasse 24 Std.,365Tage elektronische Daten. Vom Handy, PC/Laptop,EC Karte, Soziale Medien usw usw. Ich lach mich echt schlapp😝 Da regt sich die Politik/Menschheit darüber auf, was mit den Daten die Facebook von den Usern sammelt, passiert? Auf der anderen Seite, kaufen sich Menschen z.B Alexa, stellen diese sich mitten in Ihr Wohnzimmer, und finden das Ja soooooo Toooooll😝 Ok, technischer Fortschritt gehört zum Glück dazu! Stelle aber für mich mal wieder fest! Das viele Menschen einfach nicht mehr nachdenken und nur noch blind konsumieren! Ohne Hirn und Verstand! NICHT DIE… Weiterlesen »

borsti
Mitglied

Der erste Satz in der Pressemittteilung liest sich, als wenn ein alter Text von 2014 kopiert wurde. Oder weiß Facebook nicht, welches Jahr wir schreiben? 😉

Ace
Mitglied

Ich vermisse, das jemand schreibt:“Ich habe ja nix zu verbergen…“

Samokles
Mitglied

Prinzipiell müsste (!) jeder verstehen, dass riesige Konzerne nicht reich werden indem sie Sachen verschenken. Wenn die Nutzung von Facebook kostenlos ist müssen (!) sie ihre Einnahmen woanders generieren und das gilt für jede noch so gehypte Plattform. In der Diskussion hört man leider immer nur die laut schreienden Extreme von „mir-doch-egal-ich-hab-nix-zu-verbergen“ bis „das-ist-das-schlimmste-überhaupt-alle-verbrecher!!!111elf“. Die breite Mitte wäre mal interessant zu hören, aber die geht oft einfach unter… Der Ruf nach „der Politik“ ist dann aber auch zu einfach, schließlich wird sich auch über jede Einmischung und Regulierung beschwert. Dabei sollten mündige Bürger die Entscheidung einfach selbst fällen und dabei… Weiterlesen »

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

Nenn mir einen mündigen Bürger, der allein imstande ist dieses Problem mit Zuckerberg für alle anderen mündigen Bürger zufriedenstellend zu klären.

matlu
Mitglied

Wer sind eigentlich diese
„kündigen“ Bürger von denen geredet wird. Ich bin mündig!!!!😉😂😂😂

Samokles
Mitglied

Autokorrektur 🤩

ExMicrosoftie
Mitglied

Den Ruf nach der Politik kann ich schon verstehen. Der Mensch ist ein Herdentier, ein soziales Wesen, und ab einer gewissen Nutzermenge gibt es einen enormen sozialen Druck. Dagegen ist der durchschnittliche mündige Bürger dann praktisch machtlos. Da hilft tatsächlich nur noch die Politik. Auch braucht es zum Verstehen der Gefahren schon ein gewisses technisches Grundwissen, das viele nicht haben. (Das ist praktisch das gleiche Spiel wie bei der Ernährungsampel – gefordert und von den Lebensmittelfirmen abgelehnt und hintertrieben, wie es nur geht. Warum wohl?) Interessant finde ich auch, dass kaum einer die Schleife zu Whatsapp zieht… und womit verdient… Weiterlesen »

Webster
Mitglied

Du meinst die wollen alle geld verdienen??? Ich dachte das sind alles gemeinnützige organisationen! 😉

Webster
Mitglied

Es ist ganz einfach warum niemand die schleife zu WhatsApp app zieht, weil hier so gut wie jeder whats app hat.

Ace
Mitglied

In diesem Fall hat ja die „Politik“ davon profitiert, oder?
Zumindest einer derjenigen…
Und Telegramm macht alles aus reiner „Nächstenliebe“…?!

DonDoneone
Mitglied

Mich wundert dieser Aufschrei ja eigentlich. Haben die Medien und die Nutzer wirklich etwas anderes gedacht? Oder brauchen sie nur wieder eine neue Sau die sie durchs Dorf treiben können?

droda
Mitglied

Tja, und wer ist jetzt so konsequent und kehrt diesem Laden den Rücken?

ahoiiiiiiiiahollidiiiiiiii
Mitglied

Mit den Daten konnte Trump die Wahl gewinnen. Da reicht einfach keine Entschuldigung und alles ist wieder gut. Wer, wenn nicht die Politik ist hier zuständig den Saustall aufzuräumen?

lucyfair
Mitglied

wie ist das eigentlich mit ms? krallen die sich auch so viele daten und verkaufen die?