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Bereinigung im Windows Store: Es trifft nicht nur die Richtigen

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Vor ein paar Wochen hat Microsoft angekündigt, im Windows Store gründlich aufräumen zu wollen. Im Fokus stehen dabei Müll- und Fake-Apps, angemessene App-Preise, die Kennzeichnung von Informations-Apps, sowie relevante Titel und Stichwörter. Ein wichtiger Punkt ist aber auch, dass sich Apps durch “einzigartige Inhalte, kreative Werte oder Funktionen” differenzieren sollen – das Problem dabei: Es werden nicht nur Taschenlampen-Apps mit gleicher Funktion gelöscht, sondern auch durchaus beliebte Apps mit einer hohen Anzahl an Downloads und guten Bewertungen.

Nach der Ankündigung von Microsoft haben sich bei Neowin zwei Entwickler gemeldet, deren Apps entfernt wurden, obwohl beide über 10.000 Downloads-, und im Store jeweils eine Durchschnitts-Bewertung von 4 Sternen erreicht hatten, bei über 100 Bewertungen. Ein Entwickler möchte aufgrund seiner anderen Apps anonym bleiben, aber Brandon, Entwickler der App „Upload to YouTube“, hat es öffentlich gemacht. Wie er schreibt, ist seine App die einzige im Store, die direkt von der Kamerarolle Videos zu YouTube hochladen kann. Trotzdem wurde sie nach dem bereits oben genannten Punkt, „die App biete keine einzigartigen Funktionen und differenziere sich nicht von anderen Apps“, entfernt.

Bereits in der ersten Mail mit der Info, dass die App möglicherweise aus dem Store entfernt wird, schrieb Microsoft, dass dies bereits die letzte Kommunikation zu diesem Thema ist. Eine Chance, Microsoft davon zu überzeugen, dass die App eigentlich keine Spam-App ist, gibt es also nicht. Trotzdem antwortete Brandon mit dem Verweis auf seine im Store einmalige Funktion – und erhielt die Antwort, dass die App nun entfernt wurde. Ein Schlag ins Gesicht für Entwickler, die gerne für Windows (Phone) entwickeln und dazu beitragen, dass der App-Gap geschlossen wird, weil zum Beispiel Google keine eigenen YouTube Apps für Windows bereitstellt.

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Erst jetzt, nachdem mehrere Seiten über den Vorfall berichteten, änderte Microsoft seine Meinung und meldete sich doch nochmal bei Brandon. „Man habe die einmalige Funktion übersehen, die die App bietet“, heißt es in der E-Mail.

Dass Microsoft den Windows Store bereinigen will ist eine gute Sache und es gibt viele Kriterien, nach denen sie vorgehen können – Apps zu löschen, weil sie gegenüber ähnlichen Apps keine „einmaligen Funktionen“ bieten und sich nicht differenzieren, ist aber kein guter Ansatz. Welche App vom gleichen Dienst nämlich die beste ist, kann der Nutzer entscheiden. Vielfalt ist besser als nur eine App, das zeigt auch Rudy Huyns App „6tag“ im Vergleich zur offiziellen Instagram-App, die weniger Funktionen bietet und ewig nicht mehr aktualisiert wurde. 

Quelle: Neowin

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Maurice

Maurice

Begeisterter Microsoft und Lumia Fan

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