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App zum Sonntag: XTimes – Wie abhängig bist Du von Deinem Smartphone?

App zum Sonntag

Jeden Samstagabend stellen wir Euch an dieser Stelle die App zum Sonntag vor. Denn auch wenn manch ein grosser Name bisher fehlt, die Windows Phone Entwickler-Szene ist aktiver denn je und das möchten wir mit der App zum Sonntag würdigen.

„Wie oft am Tag schaust du auf dein Smartphone?“ – Diese Frage hätte ich bis vor kurzem wohl mit „Ein paar Mal“ beantwortet. Dass ich mein Smartphone im (bisherigen) Schnitt aber rund 86 Mal am Tag starte und es seit dem 5. September 2015 bereits 624x meine Aufmerksamkeit erlangen konnte, war dann doch schon sehr eindrücklich. Denn damit hätte ich nicht gerechnet. Wohlgemerkt, hier geht es um das Einschalten des Handys aus dem Standby. Möglich macht es unsere heutige App zum Sonntag, XTimes.

Was ist XTimes und was kann diese App?

XTimes analysiert die Smartphone-Nutzung im Tagesbetrieb und generiert daraus detaillierte Statistiken, die einem vor Augen führen, wie oft man das Smartphone am Tag einschaltet. Dabei wird aber nicht einfach den ganzen Tag gezählt und dann am Ende des Tages zusammengerechnet, sondern es wird detailliert aufgezeigt, wann und wo man das Smartphone eingeschaltet hat, wobei das wo optional aktiviert werden kann. Die App verfügt auch über ein Live-Tile, auf welchem die Anzahl „Starts“ des Smartphones während der letzten Stunde aufgeführt werden. Nachfolgend mehr zur App.

Die App

Die App selber ist sehr einfach gestaltet, man findet sich daher schnell zurecht. Direkt nach dem ersten Starten der App fängt diese mit dem Zählen an. Die App selber startet auf der „Heute“-Übersicht, wo im Verlaufe eines Tages stehen wird, wann und wie oft das Smartphone eingeschaltet wurde.

XTimes - Heutestatistik

 

Neben der Tagesansicht gibt es auch die 30 Tage-Ansicht. Je länger man die App nutzt, desto eindrucksvoller wird das Ganze dargestellt. Die App habe ich erstmals am 5. September gestartet, daher stehen nachfolgend noch nicht sehr viele Daten:

XTimes - 30 Tage

Dann gibt es noch eine Gesamtübersicht, die in der Rubrik „Statistik“ aufgeführt ist. Diese liefert z.B. Angaben, wie oft man das Smartphone im Schnitt einschaltet, wie oft man es im aktuellen Monat eingeschaltet hat und wie oft am aktuellen Tag.

XTimes - Statistik

 

Bisher ging es bei den Statistiken um das wie oft. Wer aber wissen will, wo, für den ist der letzte Punkt „Karten“ interessant. Denn die App ist in der Lage, die Einschalt-Statistik mit den Orten zu verknüpfen, an denen man sich zu besagtem Zeitpunkt befand. Dies ist allerdings freiwillig. Die App weist ausdrücklich darauf hin:

Sie können die Standortdaten benutzen, um Ihre Smartephoneaktivierung auf einer Karte anzeigen zu lassen. Dies ist optional und muss nicht eingeschaltet werden, falls Sie dies nicht möchten. Standardmässig ist diese Option deaktiviert und X Times speichert Ihren Standort nicht. Beachten Sie: Wenn Sie die Benutzung der Standortdaten einschalten, muss X Times die Berechtigung besitzen, auf den Standort zugreifen zu dürfen, ansonsten wird Ihnen eine Meldung angezeigt.

Zu Testzwecken habe ich die Funktion einmal eingeschaltet und ausprobiert. Sie listet sehr detailliert auf, wo man das Smartphone wann eingeschaltet hat. Sehr gut finde ich, dass der User hier die Wahl hat, ob er diese Funktion nutzen möchte, oder nicht. Zoomt man in die Karte, werden viele Stecknadeln angezeigt, zoomt man raus, wird das Ganze auf einer grossen Stecknadel zusammengefasst. Wahlweise kann man hier den aktuellen Tag, oder die letzten 30 Tage anzeigen lassen:

XTimes - Karte

 

Wer nur kurz wissen möchte, wie oft er die App in der letzten Stunde gestartet hat, für den ist das Live-Tile der App ideal. Denn dieses listet genau das auf:

XTimes - LiveTile

 

Fazit

Eine sehr einfach gestaltete und verständliche App, die einem vor Augen führt, wie oft man sein Smartphone wirklich nutzt. Die verschiedenen Statistiken geben Aufschluss darüber, wo und wann man das Smartphone eingeschaltet hat. Dank des Live-Tiles sehe ich auch gleich auf dem Startscreen, wie oft ich das Smartphone in der aktuellen Stunde bereits genutzt habe. Ich kann die App jedem empfehlen. Viel tun muss man nicht, damit die Statistiken erfasst werden. Einmaliges Starten genügt – der Rest wird im Hintergrund automatisch ausgeführt.

Positiver Effekt: Die Daten der App werden mit der normalen OneDrive-Sicherung mitgespeichert. Nachdem ich mein Lumia 640 neu aufsetzte und die Sicherung wieder einspielte, waren die Daten wieder da.

 

Was ich mir für die App noch wünsche

Die App liefert schon jetzt sehr viele und gute Statistiken, die mich persönlich sehr beeindruckten. Ein paar Funktionen würde ich mir für zukünftige Versionen noch wünschen:

  • Möglichkeit, vergangene (einzelne) Tage anzeigen zu lassen
  • Möglichkeit für 7-Tage-Statistiken
  • Möglichkeit, die Statistiken in Form von (z.B.) einer Excel-Tabelle zu versenden
  • Falls möglich, die Möglichkeit, Statistiken über die Dauer der Smartphone-Nutzung anzeigen zu lassen

 

Über den Entwickler

Gerne möchte ich Euch auch den Entwickler der App kurz vorstellen. Sein Name ist Andy und ich habe ein kurzes Interview mit ihm geführt:

Hi Andy. Woher kommst du?
Ich lebe und wohne in der Schweiz.

Wie alt bist du?
Ich bin 27 Jahre jung.

Was machst du beruflich?
Mein Beruf hat gar nichts mit Entwicklung oder überhaupt technischem zu tun. Gelernt habe ich Mechaniker (heisst bei uns Polymechaniker) und ich arbeite auch auf diesem Gebiet. Für mich ist die Entwicklung der perfekte Ausgleich. Tagsüber werde ich so körperlich beansprucht und in meiner Freizeit kann ich meinem Körper Ruhe gönnen und mein Gehirn arbeiten lassen:).

Was hat dich dazu bewegt, XTimes zu entwickeln?
Die Idee kam mir relativ spontan, als ich mich fragte, wie oft man eigentlich täglich auf das Smartphone schaut. Da viele Leute in meinem Umfeld das Smartphone ebenfalls, teilweise sehr oft, benutzen, dachte ich, dass diese Idee anklang finden könnte. Zudem interessierte es mich, wie das ganze bei mir in Zahlen und anhand simpler Grafiken wohl aussehen würde.

Was bewegt dich, gerade für die Windows-Plattform zu entwickeln?
Grundsätzlich war ich schon immer ein Fan von Windows. Bei der Windows-Plattform Ist der «Markt» an Apps noch nicht dermassen gesättigt, wie es bei den konkurrierenden Plattformen der Fall ist, was mitunter auch ein Grund für mich ist. Einer der absoluten Top-Gründe für mich sind jedoch die Entwicklertools. Visual Studio ist für mich einzigartig, im Zusammenspiel mit einem Team Foundation Server, zum Entwickeln in kleinen Teams, gibt’s schlichtweg nichts besseres. Letzter und einfachster Grund: Ich verwende fast ausschliesslich Windows-Geräte:).

Wie und wo hast du Programmieren gelernt?
Das Programmieren habe ich mir, mit recht viel Aufwand, selber beigebracht. Da haben mir Bücher, Internet und nicht zuletzt das ständige ausprobieren sehr viel gebracht. Ich hatte bereits mit anderen Programmiersprachen, wie z.B. PHP ein wenig Erfahrung, dies hat mir beim erlernen von C# ebenfalls ein Bisschen geholfen.

Wird die App als Universal-App erscheinen, mit welcher die Funktionen auch am Tablet oder PC genutzt werden können? (Wären coole Statistiken)
Ja, das wird sie. Aktuell ist die Portierung zur Universal-App bereits weit vorangeschritten und Funktioniert auch schon sehr gut. Es müssen allerdings noch einige Details angepasst und
geändert werden. Diese kleinen Details nehmen manchmal die meiste Zeit in Anspruch. Jedoch möchte ich keine halbfertige App veröffentlichen, ich denke das ist ebenfalls im Interesse der Benutzer, welche dann auch eine stabile und fehlerfreie App erwarten.

Seit wann bist du bei Windows Phone?
Seit den ersten Tagen. Eingestiegen bin ich mit einem Samsung Omnia7, als dieses veröffentlicht wurde. Wobei im mobilen Sektor schon viel länger bei Windows bin. Mein erstes Gerät war ein Qtek S100 mit Windows Mobile 2003, welches ich vor ungefähr 11 Jahren gekauft habe. Seit damals nutzte ich diverse Geräte mit Windows Mobile und später dann eben auch Windows Phone.

Welches Gerät verwendest du?
Zurzeit ein Lumia 1520 in Weiss. Nebenbei noch ein Lumia 530, um meine Entwicklungen auch auf Low-End testen zu können.

Zu guter Letzt: Gibt es noch etwas, dass du gerne der Community mitteilen möchtest?
Auch wenn in letzter Zeit seitens Microsoft, einige Negativmeldungen für die Konsumenten von Windows Phone verkündet wurden, hoffe ich, dass ihr der Windows Plattform treu bleibt 🙂

Vielen Dank für das Interview!

 

Die App lässt sich über den nachfolgenden Link herunterladen:

XTimes
XTimes
Entwickler: andy-dev
Preis: Kostenlos

 

 

 

 

 

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Tom

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Schtief
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Ich schalte mein Handy genau einmal am Tag ein, nach dem aufstehen. Wenn ich weiß wie alt mein Telefon ist, weiß ich auch wie oft es eingeschaltet wurde. Viele Leute schalten es so gut wie nie aus, somit auch nicht häufig an.
Wozu man das überhaupt wissen muss erschließt sich mir auch nicht.
Irgendwie eine völlig sinnlose App, den Artikel nicht Wert.

Scaver
Mitglied

Man sollte die News schon ganz und richtig lesen:
„Wohlgemerkt, hier geht es um das Einschalten des Handys aus dem Standby.“

Zwar ist die Bezeichnung „Einschalten“ absolut falsch gewählt, aber dennoch wird klar, was gemeint wird.
„Aus dem Standby AUFWECKEN“ wäre sicher richtiger gewesen 🙂

Schtief
Mitglied

Mea Culpa
Da hab ich mich von dem vielen „Einschalten“ im Text wohl irritieren lassen.
Sinnlos finde ich sie trotzdem. Es spielt doch in keinster Weise eine Rolle wie oft mein Telefon aus’m Standby aufwacht.

Lenni
Gast
Lenni

„Wohlgemerkt, hier geht es um das Einschalten des Handys aus dem Standby.“
Direkt im 2ten Absatz…

andy-dev
Mitglied

@Schtief
Die App zählt nicht, wie oft du dein Smartphone bootest, sondern wie oft du es aus dem Standby holst 😉

Lenni
Gast
Lenni

Manche Menschen…

Thomas
Gast
Thomas

klingt nach einer interessanten App-Idee. Spannend fände ich auch noch, wenn analysiert würde, wie lang man welche App in Verwendung hat

schae
Mitglied

Ich finde diese App gut und interessant. Ich habe sie mir auf mein LUMIA 640 geladen.
Und übrigens: „Sinnlos“ finde ich diese App überhaupt nicht.

kon
Gast
kon

Klingt interessant :). Bin schon mal gespannt auf mein persönliches „Smartphoneverhalten“