News

AMD Ryzen 7 2700X überflügelt Konkurrenz – Zen+ gelungenes Update

Mit Ryzen hat AMD letztes Jahr ein sehr heißes Eisen aus dem Feuer gezogen. Nun sind die ersten Tests der zweiten Generation der Ryzen-CPUs mit Zen+ Architektur veröffentlicht worden und zeigen eine allgemein solide Steigerung zu den Ergebnissen aus dem letzten Jahr.

Im Vergleich zur Vorgängerarchitektur Zen wird Zen+ nun in 12nm FinFet anstatt 14nm bei GlobalFoundries gefertigt. Der Shrink sorgt dafür, dass bei weniger Energieaufnahme die Transistorleistung steigen konnte. Laut AMD steigt die Transistorperformance um ganze 15 Prozent durch den wechsel des Fertigungsprozesses. Dadurch können die Prozessoren in der Spitze um 300 MHz schneller getaktet werden und der Turbo-Modus kann nun erstmals alle Kerne oberhalb der 4 GHz-Marke halten, während dies bei der Vorgängergeneration bei nur einem Kern möglich war.

Architektur-technisch basiert die neue Prozessorgeneration auf der selben wie der Vorgänger: Pro Zen+-Kern werden 2 Threads zur Verfügung gstellt. Jeder Kern besitzt 32 KBytes L1 Data sowie 64 KBytes L1 Instruction Cache sowie 512 KBytes L2 Cache. Ein Cluster, bestehend aus 4 Kernen, besitzt zusätzlich noch 8 Megabyte L3 Cache. Ein Ryzen 7 und Ryzen 5 besteht aus zwei solcher Cluster.

Kerne (Threads)Takt / TurboÜbertaktenL3-CacheArbeitsspeicherTDPPreis
Ryzen 7 2700X8 (16)3,7 GHz / 4,35 GHzja16 MByteDDR4-2933 (SR)105 Watt320 Euro
Ryzen 7 27008 (16)3,2 GHz / 4,1 GHznein16 MByteDDR4-2933 (SR)65 Watt290 Euro
Ryzen 5 2600X6 (12)3,6 GHz / 4,25 GHzja16 MByteDDR4-2933 (SR)95 Watt225 Euro
Ryzen 5 26006 (12)3,4 GHz / 3,9 GHznein16 MByteDDR4-2933 (SR)65 Watt195 Euro

In Benchmarks sind die neuen auf Zen+ basierenden CPUs durchweg schneller als der Vorgänger (Ryzen 7 1800X vs. Ryzen 7 2700X) und somit der Intel-Konkurrenz ebenbürtig. Im Durchschnitt ist die CPU unseren Kollegen bei HardwareLuxx zufolge etwa 8 Prozent schneller in klassischen Anwedungen und etwa 4 Prozent schneller in Spielen. In Workloads bei denen Multithreading genutzt wird überflügeln die AMD-Prozessoren sogar die Intel-Konkurrenz. So wird der gleich teure Intel Core i7 8700k um ganze 25 % im Cinebench R15 Benchmark geschlagen.

Unsere Kollegen von Golem resümieren: „Wer kompiliert, rendert oder transcodiert, sollte zum Ryzen greifen. In Spielen fällt der Abstand oft gering aus, da die Entwickler mittlerweile für Zen optimiert haben oder die Grafikkarte die Bildrate begrenzt.


Quelle: Hardwareluxx, Golem

Vorheriger Artikel

Honor stellt sein erstes Notebook vor

Nächster Artikel

Performanceprobleme beim PC - hier können Nutzer ansetzen

Der Autor

Tomás Freres

Tomás Freres

9
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
7 Comment threads
2 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
8 Comment authors
masterchieftoboTomás FreresZuBesuchKa-Efkamatcho782 Recent comment authors
  Diskussion abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Parasec
Mitglied

Ich mag Ryzen 2 und halte es ebenfalls für gelungen, aber „überflügeln“ ist übertrieben. Zudem ist der 2800X doch noch nicht einmal erhältlich. Zudem ist Ryzen in high-fps fokusierten Games immernoch im hintertreffen, auch wenns für die wenigsten relevant sein mag.

masterchieftobo
Mitglied

Der 2700X ist aber bereits schneller als der 1800X 🙂

Herron
Gast

Abgekürzt: Ryzen is geil!

tobias25
Mitglied

AMD!!!!!!! <3

matcho782
Mitglied

Das erinnert an k6 oder athlon zeiten ..wo ist der harken ?? N riesenlüfter .. Oder bugs … Ich bleib bei intel … Ich hab mir geschworen nie wieder amd und dabei bleibe ich auch …

Ka-Efka
Mitglied

Ich denke ihr ändert das 2800X erstmal in 2700X 😉

ZuBesuch
Mitglied

Weiss man denn ob bei den neuen Prozessoren, egal welcher Marke, die Sicherheitslücken (Melt Down und Spectre) noch vorhanden sind? Diese basierten ja auf der Chip-Architektur.

masterchieftobo
Mitglied

Kleine Anmerkung: Ryzen 2000 wird nicht in 12 nm gefertigt sondern in „12LP“, was für Leading Performance stehe und ein verbesserter 14 nm-Prozess sein soll. Die Anzahl der Transistoren und die Chipfläche sollen sich nämlich nicht verändert haben. (Quelle: PC Games Hardware)