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microSD-Karte 128GB formatieren  

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Tobias
(@schaui)
Erfahrenes Mitglied

Hätte da eine Frage zur Formatierung der microSD-Karte 128GB mit Lumia 950.

Habe meine jetzige in NTFS formatiert, denn habe mal hier bei WindowsUnited gelesen, dass man weniger Probleme mit NTFS hat, als exFAT.

Was ist besser für Perfomance, Stabilität und Sicherheit?

Soll man sie im exFAT lassen oder neu mit NTFS formatieren?

 

Was hat ihr für Erfahrungen gemacht?

Danke und Gruess

AntwortZitat
Veröffentlicht : 31. Dezember 2015 8:29
D3f3kt
(@d3f3kt)
Forum Legende

NTFS ist eigentlich nur sinnvoll bei Größen >=2TB und/oder wenn es um Benutzerberechtigungen geht. Ansonsten kann man es getrost bei FAT bzw. exFat belassen. Im Tablet formatiere ich sie daher auch als NTFS, im Smartphone lasse ich es wie es ist.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 31. Dezember 2015 14:56
Sigi
 Sigi
(@sigi)
Famed Member

Das was D3f3kt sagt.

Zusätzlich:

  • FAT ist sehr weit verbreitet, da es auch alte Geräte (Windows XP) und auch MACs und Linux ohne Einschränkungen lesen können. Wechselt die Karte oft das Lesegerät, ist FAT gut geeignet.
  • exFAT ist meines Wissens nicht ganz so weit verbreitet, ist aber speziell auf Flash-Speicher optimiert. Lesevorgänge schaden im allgemeinen Flash-Speichern (SD-Karten+USB-Sticks) nicht, aber Schreibvorgänge verkürzen die Lebensdauer. Deshalb versucht das exFAT-Format so wenig wie möglich auf diese Speicherart zu schreiben. Theoretisch hat man dadurch länger Freude mit seinen Speicherkarten.

In Smartphones würde ich die Formatierung das Gerät selber entscheiden lassen (im Gerät formatieren). Dann sollte eigentlich die beste Verträglichkeit und damit Performance gewährleistet sein.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2016 9:21
Dotot
(@dotot)
Mitglied

wenn das Dateisystem FAT32 ist, kann die größer als 4GB Datei nicht in den USB gespeichert werden. Man kann den USB in NTFS oder exFAT umwandeln. Aber wenn man zuviel in NTFS einschriebt, wird der USB leicht beschädigt. Besser nutzt man exFAT. Unter diesem Dateisystem kann man die Datei, die größer als 4GB ist, speichern. Wenn man kein Computer Intelligenz ist, kann diese Anleitung anschauen: sd karte partitionieren. Wenn man die Partition vergrößern oder verkleinern, kann man sich an EaseUS Partition Master wenden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Februar 2017 12:08
joeclipphead
(@joeclipphead)
Neues Mitglied

Dotot sagt
Aber wenn man zuviel in NTFS einschriebt, wird der USB leicht beschädigt. 

Wie soll denn eine leichte Beschädigung passieren? Und was wird leicht beschädigt?

vielen Dank für eine kompetente Antwort

 

Rainer

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. August 2017 18:46
Sigi
 Sigi
(@sigi)
Famed Member

Ich formuliere den Satz einmal in richtigem Deutsch, so wie der User Dotot ihn wahrscheinlich auch gemeint hat:
"Wenn man viel auf den USB-Stick im NTFS-Format schreibt, steigt die Wahrschienlichkeit, dass der Datenspeicher vor seiner maximal möglichen Lebensdauer einen Totalausfall erleidet."
Man muss wissen, dass jede Speicherzelle dieses Speichertyps nur eine bestimmte Anzahl an Schreibvorgänge verträgt und somit seine Lebenszeit bebrenzt ist. Das NTFS-Format nimmt darauf keine Rücksicht und beschreibt einfach, was gerade für das System am günstigsten ist. So werden Verwaltungstabellen ganz am Anfang des Speichers angelegt, welche so ziemlich bei jeder Schreibaktion (anlegen und löschen von Dateien) aktualisiert werden müssen. Heißt, es kommt häufig vor, dass ein und dieselbe Speicherzelle immer und immer wieder nacheinander gelöscht und wieder beschrieben wird. Fällt die Zelle bei erreichen ihrer maximalen "Beschreib"-Lebenszeit aus, wird der USB-Stick/ die SD-Karte "leicht beschädigt". Diese Stelle wird zwar erkannt, kann aber nicht mehr für Speichervorgänge benutzt werden. Meines Wissens, wird ab einer gewissen Anzahl an defekten Zellen das Speichermedium als ganzes als defekt deklariert. Den genauen Grund, muss ich gestehen, kenne ich nicht, aber ich habe noch nie einen USB-Stick gesehen, welcher statt 1 Gbyte nur noch z.B. 100 Mbyte Speicherplatz hatte. Heißt, für mich im Umkehrschluss, dass der Speicher ab einer bestimmten Ausfallquote als nicht mehr lesbar bzw. defekt deklariert wird. Vielleicht, weil Wiederherstellungsmechanismen den Inhalt der Zellen nicht mehr rekonstruieren können oder eventuell der User merken würde, dass weniger Speicherplatz zur Verfügung steht.
Das NTFS-Format ist für Festplatten mit Speicherverfahren auf Magnetbasis konzipiert und kann dort unbedenktlich eingesetzt werden.

Das exFAT-Format versucht die Speichervorgänge gleichtmässiger auf das Speichermedium zu verteilen und merkt sich dafür, welche Zellen noch unbeschrieben sind. In dem Fall ist der Totalausfall des Speichers zwar schlagartiger, weil die Zellen gleichmässiger abgenutzt werden und deshalb auch statistisch gesehen fast gleichzeitig ausfallen, aber ingesamt gesehen geschiet dies später. Die maximal mögliche Nutzungszeit wird insgesamt optimaler ausgenutzt.

Ich hoffe, du kannst mit dieser Erklärung jetzt mehr anfangen, als mit dem vorausgegangen Zitat. Auch wenn ein paar Techniklücken darin enthalten sind. Beste Grüße

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. August 2017 23:14
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